Die 24 Stunden von Spa 2026 versprechen Motorsport der Extraklasse
Die CrowdStrike 24 Hours of Spa gehen 2026 mit einem Rekordaufgebot und hochklassigem Motorsport in die nächste Runde. Für die 78. Ausgabe des traditionsreichen Langstreckenrennens in Spa-Francorchamps, das vom 24. bis 28. Juni stattfindet, wurden insgesamt 70 GT3-Fahrzeuge gemeldet. Damit untermauert die Veranstaltung erneut ihren Anspruch als größtes GT-Rennen der Welt.
Das Teilnehmerfeld verteilt sich auf fünf Klassen: 18 Fahrzeuge treten in der Pro-Kategorie an, neun im Gold Cup, 16 im Silver Cup, 19 im Bronze Cup und acht im Pro-Am. Insgesamt sind zehn Hersteller vertreten. Porsche stellt mit 16 Fahrzeugen das größte Kontingent, gefolgt von Mercedes-AMG mit elf Autos. BMW, Ferrari und McLaren bringen jeweils acht Fahrzeuge an den Start. Komplettiert wird das Feld durch Aston Martin, Audi, Corvette, Ford und Lamborghini.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgt Lamborghini: Der italienische Hersteller setzt erstmals die neue Temerario GT3 bei einem 24-Stunden-Rennen ein. Auch Ferrari, Ford und Porsche schicken weiterentwickelte EVO-Versionen ihrer GT3-Modelle ins Rennen.
Mehr als 250 Fahrer aus 43 Nationen werden in Spa erwartet. Darunter befinden sich zahlreiche prominente Namen und frühere Sieger des Rennens, darunter Mirko Bortolotti, Jordan Pepper und Luca Engstler. Ebenfalls am Start stehen Valentino Rossi, Arthur Leclerc, Raffaele Marciello, Nicki Thiim sowie Nürburgring-24h-Sieger wie Maxime Martin, Maro Engel, Luca Stolz und Fabian Schiller.



Bereits der offizielle Prolog-Test sorgte für erste sportliche Schlagzeilen. Am ersten von zwei Testtagen setzte Christopher Haase im Audi R8 LMS GT3 von Eastalent Racing die Bestzeit. Der ehemalige Spa-Sieger umrundete den Kurs in 2:16,535 Minuten und lag damit hauchdünn vor der Konkurrenz. Besonders stark präsentierte sich auch Alessio Picariello im Porsche von Boutsen VDS, der lediglich 0,022 Sekunden Rückstand auf die Spitze hatte. Dahinter reihten sich weitere Porsche-Piloten wie Thomas Preining und Laurin Heinrich ein.
Am zweiten Testtag übernahm dann DTM-Champion Ayhancan Güven die Spitzenposition. Der Türke fuhr im Porsche 911 GT3 R von Schumacher CLRT eine Bestzeit von 2:16,953 Minuten. Damit blieb Güven zwar unter schwierigen Wetterbedingungen Schnellster des Tages, konnte jedoch die Gesamtbestmarke von Haase nicht mehr unterbieten.
Der zweite Prolog-Tag war von wechselhaftem Wetter und wiederkehrenden Regenschauern geprägt. In der Vormittagssession setzte Joseph Loake im McLaren von Garage 59 die schnellste Zeit und profitierte von den besten Streckenbedingungen. Hinter ihm platzierten sich Tim Heinemann im Ferrari von JMW Motorsport sowie Chris Lulham im Mercedes-AMG Team Verstappen Racing. Auch Arthur Leclerc und Simon Gachet schafften den Sprung in die Top 5.

Mit verbesserten Bedingungen am Nachmittag näherten sich die Zeiten wieder dem Spitzenniveau des Vortags an. Hinter Güven belegte Nico Menzel im Tsunami-Porsche Rang zwei. Lucas Auer fuhr den drittschnellsten Wert im Mercedes-AMG Team Mann-Filter, gefolgt von Ezequiel Perez Companc im Saintéloc-Audi und Eddie Cheever im Porsche von Ziggo Sport Tempesta.
Die Gesamtbestzeit des zweitägigen Prologs blieb damit bei Christopher Haase und Eastalent Racing. Alessio Picariello bestätigte als Zweitschnellster des gesamten Tests zugleich die starke Form von Boutsen VDS und Porsche.
Auch in den einzelnen Klassen wurden bereits erste Favoriten sichtbar. Im Gold Cup setzte der Porsche von Boutsen VDS die Bestmarke, im Silver Cup lag der Audi von Tresor Attempto Racing vorne. Der Bronze Cup wurde vom Porsche von Lionspeed GP angeführt, während Tsunami RT die schnellste Zeit in der Pro-Am-Kategorie markierte. Insgesamt verlief der Prolog besonders erfolgreich für Porsche, das in mehreren Klassen die Spitze belegte.
Die Veranstalter präsentierten zudem ein neues Qualifikationsformat inklusive überarbeiteter Superpole-Session. Ziel der Änderungen ist es, die Spannung rund um die Startaufstellung weiter zu erhöhen.
Stark vertreten ist erneut Belgien: Insgesamt fünf belgische Teams und mindestens 21 belgische Fahrer werden an den Start gehen. Zu den bekanntesten Teams zählen Comtoyou Racing, Sieger der Jubiläumsausgabe 2024, sowie Team WRT, das die 24 Stunden von Spa bereits 2011 und 2014 gewinnen konnte. Auch Boutsen VDS zählt nach dem Wechsel zu Porsche Motorsport zu den ambitionierten Teams im Feld.
Comtoyou Racing reist mit Rückenwind nach Spa. Das Team gewann mit seinem Aston Martin bereits den Saisonauftakt des GT World Challenge Europe Endurance Cup auf dem Circuit Paul Ricard. Neben den erfolgreichen Pro-Fahrzeugen setzt das belgische Team auch auf ein rein belgisches Fahrerquartett rund um Sarah Bovy.
Team WRT bringt drei BMW M4 GT3 EVO an den Start und gehört nach dem jüngsten Sieg bei den FIA-WEC-6-Stunden von Spa ebenfalls zu den Favoriten auf den Gesamtsieg. Mühlner Motorsport kehrt derweil erstmals seit 2011 mit einem Porsche 911 GT3 R EVO nach Spa zurück. Mit dabei ist unter anderem Vanina Ickx.
Zu den belgischen Hoffnungsträgern zählen vor allem Maxime Martin, Alessio Picariello und Charles Weerts, die in der Pro-Klasse um Spitzenplätze kämpfen wollen. Auch zahlreiche Nachwuchsfahrer wie Gilles Magnus, Ugo de Wilde, Amaury Cordeel oder Lorens Lecertua erhalten in diesem Jahr die Chance, sich auf internationaler Bühne zu beweisen.
Neben dem Renngeschehen erwartet die Fans erneut ein umfangreiches Rahmenprogramm. Geplant ist ein zehntägiges Motorsportfestival mit zahlreichen Aktivitäten rund um die Rennwoche. Höhepunkt des Unterhaltungsprogramms wird ein Konzert des belgischen Star-DJs Dimitri Vegas am Samstagabend sein.
