IMSA Road America: Wayne Taylor Racing feiert Cadillac-Sieg – BMW trotz starker Pace ohne Lohn

Christoph Caspary

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Neun Gelbphasen, spektakuläre Zwischenfälle und ein dramatisches Finale prägten das IMSA Sechs Stunden Rennen in Road America. Während Cadillac den großen Triumph feierte blieb BMW trotz beeindruckender Geschwindigkeit und zwischenzeitlicher Führung erneut ohne den verdienten Lohn.

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Wayne Taylor Racing hat den Motul SportsCar Endurance Grand Prix auf der traditionsreichen Rennstrecke Road America gewonnen. Ricky Taylor und Filipe Albuquerque sicherten Cadillac im sechs Stunden langen IMSA Michelin Endurance Cup-Lauf den Sieg und beendeten damit ihre mehr als zweijährige Durststrecke. Für das Duo war es der erste Erfolg seit dem Rennen in Detroit 2024.

Das von zahlreichen Zwischenfällen geprägte Rennen wurde von insgesamt neun Full-Course-Yellow-Phasen unterbrochen und endete schließlich unter Gelb. Albuquerque hielt sich in der Schlussphase aus allen Auseinandersetzungen heraus und profitierte von einer fehlerfreien Strategie sowie Strafen und Zwischenfällen der Konkurrenz.

Die Entscheidung fiel rund elf Minuten vor Rennende, als sich Kevin Estre im Porsche 963 und Jack Aitken im Action Express Cadillac im Kampf um die Spitze in Kurve 1 berührten und beide Fahrzeuge in die Streckenbegrenzung einschlugen. Die Rennleitung kündigte eine nachträgliche Untersuchung des Vorfalls an.

Durch eine nach dem Rennen ausgesprochene Strafe gegen den zunächst zweitplatzierten Aston Martin Valkyrie rückte Laurin Heinrich gemeinsam mit Kaylen Frederick und Tijmen van der Helm im JDC-Miller Motorsports Porsche auf Rang zwei vor. Trotz mehrerer Durchfahrtsstrafen und technischer Probleme sammelte das Trio wichtige Punkte im Kampf um die GTP-Meisterschaft. Platz drei ging an den zweiten Cadillac von Wayne Taylor Racing mit Louis Deletraz und Jordan Taylor.

Für BMW M Team WRT verlief das Rennen trotz vielversprechender Vorstellung enttäuschend. Sheldon van der Linde hatte den BMW M Hybrid V8 mit der Startnummer 24 zunächst in Führung gebracht und das Fahrzeug lag über weite Strecken an der Spitze. Ein Bremsdefekt zwang das Team jedoch in der zweiten Rennhälfte zur Aufgabe.

Auch das Schwesterfahrzeug mit Marco Wittmann und Philipp Eng überzeugte mit einer cleveren Strategie und führte zwischenzeitlich das Rennen an. Ein Defekt an der Kühlung des Energierückgewinnungssystems machte jedoch einen längeren Reparaturstopp notwendig, sodass am Ende lediglich Rang sieben blieb.

BMW-Motorsportchef Andreas Roos zeigte sich entsprechend enttäuscht: Das Team habe über das gesamte Wochenende die nötige Geschwindigkeit für einen Sieg besessen, sei jedoch durch technische Probleme um ein Spitzenresultat gebracht worden. Dennoch wolle man in den verbleibenden Saisonrennen den ersten IMSA-Sieg des Jahres einfahren.

In der GTD Pro-Klasse feierte Lamborghini einen historischen Erfolg. Pfaff Motorsports gewann mit Andrea Caldarelli und Sandy Mitchell den ersten Langstreckensieg für den neuen Lamborghini Temerario GT3. Platz zwei belegte der AO Racing Porsche vor der Corvette von Tommy Milner und Nicky Catsburg.

Auch die GTD-Klasse bot Spannung bis zum Schluss. Winward Racing setzte seine Erfolgsserie fort und feierte mit Philip Ellis, Russell Ward und Indy Dontje den zweiten Klassensieg in Folge im Mercedes-AMG GT3 Evo. Dahinter folgten der Triarsi Competizione Ferrari 296 GT3 Evo sowie die DragonSpeed Corvette Z06 GT3.R.

Da unser Verleger und Fotograf T.“tomspeed“Spindler selbst in Road America vor Ort war, folgen weitere Fotos der Veranstaltung schnellstmöglich.

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