Das DTM-Wochenende in der Motorsport Arena Oschersleben bot spannende Rennen, technische Anpassungen und einen historischen Erfolg für Lamborghini.
Den Auftakt bestimmte Thomas Preining. Der Porsche-Pilot von Manthey sicherte sich mit einer Rundenzeit von 1:21,862 Minuten die Pole-Position für das Samstagsrennen. Luca Engstler stellte seinen Lamborghini von ABT Sportsline auf den zweiten Startplatz, während Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 von WINWARD Racing als Dritter ins Rennen ging.
Vor dem ersten Wertungslauf passten die Verantwortlichen die Balance of Performance (BoP) an. Aston Martin erhielt ein um fünf Kilogramm reduziertes Mindestgewicht sowie einen leicht erhöhten maximalen Ladedruck. Auch der BMW M4 GT3 bekam über eine Anhebung des zulässigen Ladedrucks zusätzliche Motorleistung. Die Einstufung der übrigen Fahrzeuge blieb unverändert.
Im ersten Rennen setzte Thomas Preining seine starke Form eindrucksvoll fort. Der Österreicher verwandelte die Pole-Position in einen souveränen Start-Ziel-Sieg und feierte damit seinen zweiten Saisonerfolg. Luca Engstler fuhr mit seinem Lamborghini auf Rang zwei, während Maro Engel als Dritter ins Ziel kam und damit erneut die Führung in der DTM-Gesamtwertung übernahm.
Das Rennen wurde von mehreren Zwischenfällen geprägt. Bereits in der Anfangsphase kollidierten Jules Gounon und Ben Dörr, wodurch beide Fahrzeuge beschädigt wurden und vorzeitig ausschieden. Wenig später musste auch Marco Wittmann nach einem Reifenschaden seinen BMW abstellen. Beim Pflichtboxenstopp kam es zudem zu einer Kollision zwischen Bastian Buus und Marco Mapelli, die den Lamborghini des Italieners so stark beschädigte, dass das Rennen für ihn beendet war.
Vor dem zweiten Renntag wurde die Balance of Performance erneut angepasst. Aston Martin und BMW erhielten weitere Leistungszugeständnisse durch einen höheren Ladedruck. Auch Ferrari profitierte von einer Anhebung des zulässigen Ladedrucks, während der Ford Mustang GT3 durch größere Luftmengenbegrenzer zusätzliche Motorleistung erhielt.
Auch das Qualifying am Sonntag stand im Zeichen von Thomas Preining. Der Porsche-Pilot sicherte sich mit einer Bestzeit von 1:22,400 Minuten erneut die Pole-Position. Luca Engstler qualifizierte sich wiederum als Zweiter, Marco Wittmann komplettierte die ersten drei Startplätze.
Im Sonntagsrennen gelang schließlich Mirko Bortolotti ein historischer Erfolg. Der DTM-Champion von 2024 fuhr den ersten DTM-Sieg für den neuen Lamborghini Temerario GT3 ein. Dank einer optimalen Boxenstoppstrategie arbeitete sich der Italiener vom sechsten Startplatz an die Spitze vor und ließ sich den Premierenerfolg nicht mehr nehmen.
Maro Engel belegte Rang zwei und behauptete damit seine Tabellenführung. Thomas Preining schien lange Zeit auf dem Weg zum nächsten Sieg, verlor jedoch durch einen Fehler beim zweiten Pflichtboxenstopp die Führung. Am Ende rettete der Österreicher den dritten Platz ins Ziel und verteidigte diesen in der Schlussphase erfolgreich gegen Marco Wittmann. Leichter Regen sorgte zwischenzeitlich zwar für zusätzliche Spannung, hatte auf den Rennverlauf jedoch keinen entscheidenden Einfluss.
