„Grello“ wird orange: Manthey setzt beim Petit Le Mans ein Zeichen

Christoph Caspary

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Beim Saisonfinale der IMSA in Road Atlanta sorgt „Grello“ für einen ungewohnten Farbtupfer: Der legendäre Manthey-Porsche tauscht sein vertrautes Grün gegen Orange und verbindet den besonderen Auftritt mit einer Aktion abseits des Renngeschehens.

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Manthey verabschiedet sich beim IMSA-Saisonfinale vom bekannten Grün-Gelb seines Porsche 911 GT3 R. Beim 29. Motul Petit Le Mans in Road Atlanta startet der „Grello“ mit einer auffälligen orangefarbenen Sonderlackierung – und verbindet den Auftritt mit einer Spendenaktion für die Krebsforschung.

Wenn am 3. Oktober das 29. Motul Petit Le Mans auf der Michelin Raceway Road Atlanta ausgetragen wird, müssen sich Fans des Manthey-Porsche zunächst umgewöhnen. Der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 911 tritt beim zehn Stunden langen Saisonfinale der IMSA WeatherTech SportsCar Championship nicht in der bekannten grün-gelben „Grello“-Optik an. Stattdessen präsentiert sich das Fahrzeug in Orange.

Hinter der ungewöhnlichen Farbgebung steckt eine gemeinsame Aktion von Manthey und dem langjährigen Partner Viessmann. Die orange Lackierung orientiert sich an der Farbe des Unternehmens und soll gleichzeitig Aufmerksamkeit auf das Thema Krebs lenken.

Im Rahmen der Aktion stellt Viessmann insgesamt 50.000 Euro für die Krebsforschung zur Verfügung. Das Geld geht an das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) sowie an die Austin Hatcher Foundation in den USA. Beide Organisationen engagieren sich in unterschiedlichen Bereichen der Krebsforschung beziehungsweise bei der Unterstützung von Betroffenen und ihren Familien.

Jaminet kehrt zu Manthey zurück

Auch personell gibt es beim Manthey-Porsche eine interessante Konstellation. Neben Klaus Bachler und Thomas Preining wird Mathieu Jaminet das Fahreraufgebot der Startnummer 911 ergänzen.

Für den 31-jährigen Franzosen ist es eine Rückkehr zu Porsche und Manthey. Jaminet war über mehrere Jahre Porsche-Werksfahrer, wechselte zur Saison 2026 jedoch zu Genesis und tritt dort in der FIA World Endurance Championship mit dem Hypercar-Programm an. Beim Petit Le Mans übernimmt er nun erneut Aufgaben im Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD PRO.

Mehrere Sonderdesigns zum Saisonfinale

Der orange „Grello“ ist allerdings nicht das einzige Fahrzeug, das in Road Atlanta mit einer besonderen Optik antritt. Die IMSA weist für das Saisonfinale auf mehrere weitere Sonderlackierungen hin.

AO Racing bringt gleich zwei besondere Designs an den Start. Der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 77 kehrt von der regulären grünen „Rexy“-Gestaltung zu seiner Skelett-Lackierung zurück, die bereits beim Petit Le Mans 2025 zu sehen war. Der Schwester-Porsche mit der Nummer 99 erhält dagegen eine neue beziehungsweise in den USA erstmals eingesetzte Variante: Statt des bisherigen Drachen „Spike“ steht nun das Pegasus-Motiv „Rockie“ im Mittelpunkt.

Auch Ford Racing blickt weit in die Vergangenheit. Die beiden Mustang GT3 mit den Startnummern 64 und 65 tragen eine „Sweepstakes“-Lackierung, die sich auf Fords Motorsportgeschichte und einen Wettbewerb aus dem Jahr 1901 bezieht.

Bei Conquest Racing steht dagegen die Erinnerung an den verstorbenen Fahrer Cedric Sbirrazzuoli im Mittelpunkt. Das Team bringt die Lackierung zurück, mit der es 2024 beim Petit Le Mans den Sieg in der GTD-Klasse errang. Im Ferrari 296 GT3 treten diesmal unter anderem Albert Costa und Lorenzo Patrese sowie der Teamneuzugang Alec Udell an.

Einen besonderen Akzent setzt außerdem Wayne Taylor Racing. Der Lamborghini Huracán GT3 Evo2 mit der Startnummer 45 erhält erneut pinkfarbene Elemente. Damit unterstützt das Team zum dritten Mal in Folge beim Petit Le Mans die Aufmerksamkeit für den Brustkrebsmonat und die Suche nach besseren Behandlungsmöglichkeiten.

Zehn Stunden Langstrecken-Action

Für Manthey bildet das Petit Le Mans den Abschluss seines IMSA-Programms 2026. Das Team tritt nicht über die gesamte Saison an, sondern konzentriert sich auf die fünf Langstreckenklassiker des Jahres: die 24 Stunden von Daytona, die 12 Stunden von Sebring, die beiden 6-Stunden-Rennen in Watkins Glen und Elkhart Lake sowie das zehnstündige Petit Le Mans.

In Road Atlanta steht damit nicht nur das sportliche Saisonfinale im Mittelpunkt. Die Vielzahl an Sonderlackierungen macht das Rennen zugleich zu einem besonderen Schaufenster für die Geschichte, Partner und sozialen Engagements der beteiligten Teams.

Der wohl auffälligste Farbtupfer dürfte dabei der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 911 sein: „Grello“ bleibt seinem Namen treu – nur das es dieses Mal nicht für Green & Yellow steht sondern einfach nur grell ist.

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