Die Interserie gehörte Anfang der 1990er-Jahre zu den schnellsten Sportwagen-Rennserien Europas. Beim Int. ADAC Bilstein-Supersprint am Nürburgring am 17. Mai 1992, dem zweiten Lauf der Interserie-Saison, trafen leistungsstarke Gruppe-C- und Sportprototypen aufeinander. 26 Fahrzeuge gingen auf dem 3,029 Kilometer langen Nürburgring-Kurs an den Start.
Der hier zu sehende Kremer Porsche CK7 Spyder wurde von Manuel Reuter für Porsche Kremer eingesetzt. Der offene Sportprototyp basierte auf der von Kremer weiterentwickelten Porsche-962-Technik und verfügte über einen rund 3,2 Liter großen Porsche-Sechszylinder-Boxermotor mit Turboaufladung und Mittelmotor. Der Wagen mit der Startnummer 1 trug die charakteristische rote Lackierung mit Shell-, Yokohama-, Bilstein- und Bosch-Werbung und rollte auf Yokohama-Rennreifen.
Reuter setzte bereits im Training ein Ausrufezeichen und stellte den CK7 mit einer Zeit von 58,100 Sekunden und einem Schnitt von 187,683 km/h auf die Pole-Position. Im Rennen musste er sich lediglich Oscar Larrauri im Joest-Porsche 962C geschlagen geben. Nach 40 Runden und 121,16 Kilometern fehlten Reuter nur 7,89 Sekunden auf den Sieger. Mit einer Zeit von 58,410 Sekunden fuhr er zudem die schnellste Rennrunde.
Der zweite Platz am Nürburgring war der Auftakt zu einer beeindruckenden Saison für den neuen Kremer-Spyder: Reuter gewann anschließend unter anderem in Brands Hatch, Zolder und Most und sicherte sich am Ende der Saison den Interserie-Meistertitel 1992. Das Foto zeigt damit einen der frühen Renneinsätze eines Fahrzeugs, das sich innerhalb weniger Monate zum dominierenden Sportprototypen der Interserie entwickelte.
