Ergebnis der 24h Nürburgring 2026 weiterhin vorläufig: Untersuchung des ABT-Lamborghini läuft

Christoph Caspary

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Der zweite Platz ist noch nicht sicher: Nach dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring steht der ABT-Lamborghini im Fokus einer technischen Untersuchung. Auffällige Messwerte und offene Fragen sorgen dafür, dass das offizielle Ergebnis weiterhin auf sich warten lässt.

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Das offizielle Ergebnis der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring 2026 ist weiterhin nicht bestätigt. Hintergrund sind Unregelmäßigkeiten, die bei einer technischen Nachuntersuchung am zweitplatzierten Lamborghini Huracán GT3 EVO2 mit der Startnummer 84 von ABT Sportsline festgestellt wurden.

Im Anschluss an das Rennen wurden die bestplatzierten Fahrzeuge der sechs stärksten GT3-Hersteller für eine routinemäßige technische Kontrolle ausgewählt. Dabei wurden unter anderem Leistungsmessungen auf einem Rollenprüfstand durchgeführt. Während die überprüften Fahrzeuge von Aston Martin, BMW, Ford, Mercedes-AMG und Porsche keine Beanstandungen aufwiesen, wurden beim ABT-Lamborghini Abweichungen von den zuvor festgelegten Referenzwerten festgestellt.

Nach Gerüchten, die leider immer ganz schnell die Runde machen, lag die gemessene Motorleistung des Fahrzeugs um rund 20 PS über dem Referenzwert. Damit würde die Abweichung außerhalb des im Reglement vorgesehenen Toleranzbereichs von zwei Prozent liegen. Eine endgültige Bewertung steht jedoch noch aus.

Die technische Überprüfung des Lamborghini gestaltete sich aufwendig. Eine zunächst geplante Messung musste aufgrund einer defekten Kupplung verschoben werden. Nach dem Austausch des Bauteils erfolgte eine erneute Untersuchung auf dem Rollenprüfstand. Dabei traten weitere Unregelmäßigkeiten auf, wodurch sich die Prüfungen über mehrere Tage erstreckten.

Der Bericht der Technischen Kommissare wurde inzwischen an die Sportkommissare übergeben. Diese werden den Fall prüfen und dem Team Gelegenheit zur Stellungnahme geben. Bis zu einer Entscheidung bleibt das Rennergebnis vorläufig.

Bereits während der Veranstaltung waren die Geschwindigkeitswerte der Lamborghini-Fahrzeuge aufgefallen. Besonders auf der Döttinger Höhe erreichte der ABT-Huracán trotz einer vor dem Rennen vorgenommenen, für Lamborghini nachteiligen Balance-of-Performance-Anpassung weiterhin hohe Topspeeds. Im Durchschnitt der schnellsten 20 Prozent der gemessenen Geschwindigkeiten wurde für die Startnummer 84 ein Wert von 275,2 km/h ermittelt.

Auch sportlich gehörte der ABT-Lamborghini zu den stärksten Fahrzeugen des Rennens. Das von Mirko Bortolotti, Luca Engstler und Patric Niederhauser pilotierte Fahrzeug beendete die 24 Stunden auf dem zweiten Gesamtrang. Zudem markierte Niederhauser mit einer Runde in 8:08,758 Minuten die schnellste Rennrunde der Veranstaltung.

Ob das Ergebnis Bestand haben wird, hängt nun von der Entscheidung der Sportkommissare ab. Bis zu deren Urteil bleibt die Klassifikation der 24h Nürburgring 2026 vorläufig.

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