24h Nürburgring: BoP-Anpassungen, prominente Absagen und große Vorfreude im Fahrerlager

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Wenige Tage vor dem Start der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring nimmt das Rennwochenende in der Eifel endgültig Fahrt auf. Die Veranstalter haben die finale Fahrzeugeinstufung veröffentlicht, prominente Teilnehmer sorgen für Schlagzeilen und die Teams befinden sich in der entscheidenden Vorbereitungsphase auf das Saisonhighlight der Nordschleife.

BoP veröffentlicht: Änderungen bei GT3-Fahrzeugen

Die Technikkommission des ADAC Nordrhein hat die erste Version der Balance of Performance (BoP) für das diesjährige 24h-Rennen bekanntgegeben. Im Vergleich zu den 24h Qualifiers wurden mehrere Fahrzeuge neu eingestuft.

BMW darf beim M4 GT3 zehn Kilogramm Gewicht ausladen, erhält dafür jedoch eine Reduzierung des maximalen Ladedrucks im oberen Drehzahlbereich. Auch der BMW Z4 GT3 profitiert von einer deutlichen Gewichtsreduzierung um 25 Kilogramm.

Beim Aston Martin Vantage GT3 wurde der maximale Ladedruck leicht erhöht, während Ferrari den Heckflügelwinkel des 296 GT3 anpassen muss. Lamborghini erhält beim Huracán GT3 weniger Gewicht und ein leicht vergrößertes Tankvolumen, muss jedoch mit einem kleineren Restriktor auskommen. Der McLaren 720S GT3 wiederum bekommt im oberen Drehzahlbereich etwas mehr Ladedruck und damit zusätzliche Leistung.

Die neuen Einstufungen könnten insbesondere im Kampf um die Gesamtspitze eine wichtige Rolle spielen, nachdem die Qualifiers bereits ein enges Kräfteverhältnis im GT3-Feld angedeutet hatten.

Happinessa sagt Nürburgring-Start kurzfristig ab

Kurz vor dem Rennwochenende sorgte auch Vanessa Neumann alias „Happinessa“ für Aufmerksamkeit. Die ehemalige Playmate-Gewinnerin und aktuelle NASCAR-Euro-Series-Pilotin wird entgegen der ursprünglichen Planung nicht beim 24h-Rennen starten.

Neumann war gemeinsam mit rent2drive auf einem Porsche Cayman in der Klasse V5 genannt. Nach eigenen Angaben zog sie sich jedoch aufgrund veränderter organisatorischer Rahmenbedingungen aus dem Projekt zurück. Die 36-Jährige erklärte, dass das Gesamtpaket am Ende nicht mehr ihrer ursprünglichen Vision entsprochen habe.

Geplant war unter anderem eine aufmerksamkeitsstarke Charity-Aktion gemeinsam mit OnlyFans zugunsten der Organisation „Mama/Papa hat Krebs“, für die sich Neumann als Botschafterin engagiert. Trotz der Enttäuschung richtet sie den Blick bereits nach vorne und plant eine mögliche Teilnahme beim 24h-Rennen 2027.

Bundeswehr-Design sorgt für Blickfang bei HRT-Ford

Für Diskussionen und neugierige Blicke sorgt derweil der Ford Mustang GT3 von HRT. Das Fahrzeug tritt beim 24h-Rennen im auffälligen Camouflage-Design der Bundeswehr an. Hintergrund ist eine Partnerschaft zur Nachwuchsgewinnung der Streitkräfte, die das Großevent auf der Nordschleife als Plattform nutzt.

HRT-Teamchef Uli Fritz begrüßte die Kooperation und betonte, dass die Bundeswehr neue Wege bei der Personalgewinnung gehe. Neben dem Fahrzeugdesign wird die Bundeswehr auch mit einem eigenen Stand rund um das Rennen präsent sein.

Pilotiert wird der „Tarnkappen-Ford“ unter anderem von Nordschleifen-Spezialist Christopher Mies, der sich nach ersten Testfahrten positiv über den Mustang GT3 mit Evo-Paket äußerte. Besonders die Fahrbarkeit und das Verhalten des Fahrzeugs auf der Nordschleife hätten ihn überzeugt. Bei den Qualifiers fuhr HRT trotz Startplatz 28 noch in die Top Ten.

Scherer Sport PHX setzt auf Erfahrung und Audi-Power

Mit großen Ambitionen reist auch Scherer Sport PHX zum Langstreckenklassiker in die Eifel. Das Team geht erneut mit dem bewährten Audi R8 LMS an den Start und setzt auf das Fahrertrio Ben Green, Christopher Haase und Alexander Sims.

Nach dem Sieg bei den 24h Qualifiers sieht sich die Mannschaft gut vorbereitet. Teamchef Ron Moser betonte, dass sämtliche Abläufe unter Rennbedingungen getestet und das Fahrzeug nochmals optimiert worden seien. Besonders die Kombination aus erfahrenen Nordschleifen-Piloten und dem vielfach bewährten Audi stimmt das Team optimistisch.

Christopher Haase blickt vor allem auf die spektakulären Duelle mit Formel-1-Weltmeister Max Verstappen bei den bisherigen Rennen zurück. Der Audi-Pilot erwartet beim 24h-Rennen noch intensivere Zweikämpfe und ein extrem hohes Niveau im diesjährigen Starterfeld.

Mit 161 Fahrzeugen und zahlreichen Topfahrern verspricht die diesjährige Ausgabe der 24h Nürburgring eines der größten und spektakulärsten Rennen der vergangenen Jahre zu werden.

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