Genesis präsentierte in Le Mans sein GT3 Concept

Christoph Caspary

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Während Genesis in Le Mans erstmals mit seinen Hypercars auf der großen Bühne auftrat, sorgte im Fahrerlager eine weitere Enthüllung für Aufmerksamkeit. Mit dem Magma GT3 Concept gibt die Marke einen vielversprechenden Ausblick auf ihre mögliche Zukunft im weltweit boomenden GT3-Sport.

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Le Mans ist vorüber, jedoch wollen wir euch eine Neuigkeit, die im Rahmen des Rennwochenendes bekanntgegeben wurde nicht vorenthalten.

Genesis hat bei den 24 Stunden von Le Mans einen ersten Ausblick auf ein mögliches GT3-Programm gegeben. Die koreanische Premiummarke präsentierte mit dem Magma GT3 Concept eine Studie, die eine zukünftige Ausrichtung von Genesis Magma Racing über das aktuelle Hypercar-Projekt hinaus aufzeigen soll.

Das Fahrzeug wurde parallel zum Le-Mans-Debüt der Marke vorgestellt, bei dem Genesis erstmals mit zwei LMDh-Prototypen in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) antrat. Mit dem GT3-Konzept unterstreicht der Hersteller seine langfristigen Motorsportambitionen, auch wenn konkrete Pläne für eine Serienfertigung oder einen Renneinsatz derzeit noch nicht bestätigt wurden.

Im Gegensatz zu vielen GT3-Fahrzeugen, die auf bestehenden Straßenmodellen basieren, wurde das Magma GT3 Concept als eigenständige Studie entwickelt. Genesis orientiert sich damit an Herstellern, die ihre GT3-Rennwagen gezielt für den Motorsport konzipieren. Die Studie entspricht den technischen GT3-Regularien der FIA und verfolgt einen kompromisslosen Performance-Ansatz.

Optisch und technisch setzt das Konzept auf zahlreiche Merkmale, die speziell für den Rennbetrieb ausgelegt sind. Dazu zählen verbreiterte Spurweiten, ein markanter Frontsplitter, vergrößerte Luftkanäle sowie eine in die Türpartie integrierte Finne, die sowohl die Aerodynamik als auch die Kühlung verbessern soll. Ergänzt wird das Paket durch ein ausgeklügeltes Thermomanagement sowie eine motorsportorientierte Heckpartie mit feststehendem Heckflügel und Diffusor, die insbesondere für die Anforderungen von Langstreckenrennen ausgelegt ist.

Entwickelt wurde die Studie gemeinsam mit Hyundai Motorsport. Nach Angaben des Herstellers befindet sich das Projekt jedoch noch in einer frühen Erkundungsphase. Architektur, technische Komponenten und mögliche Entwicklungsschritte seien noch nicht final definiert. Das Konzept zeige vielmehr eine von mehreren denkbaren Richtungen für die zukünftige Entwicklung der Marke im Motorsport.

Genesis-Teamchef Cyril Abiteboul bezeichnete die GT3-Kategorie als eine der aktuellen Erfolgsgeschichten des Motorsports und betonte, dass ein entsprechendes Engagement die Verbindung zwischen den Straßenfahrzeugen und den Rennaktivitäten der Marke weiter stärken würde. Gleichzeitig unterstrich er, dass Genesis Magma Racing als langfristiges Projekt angelegt sei.

Auch aus gestalterischer Sicht sieht Genesis eine enge Verbindung zwischen den Performance-Straßenfahrzeugen und den Rennwagen der Marke. Das bereits bekannte Magma GT Concept für die Straße und das nun vorgestellte Magma GT3 Concept sollen gemeinsam zeigen, wie Motorsport künftig als Entwicklungsplattform und Inspirationsquelle für Hochleistungsfahrzeuge dienen kann.

Ob und wann aus der Studie tatsächlich ein homologierter GT3-Rennwagen entsteht, bleibt offen. Branchenbeobachter rechnen frühestens für die Jahre 2028 oder 2029 mit einem möglichen Renndebüt. Sollte Genesis diesen Schritt gehen, kämen neben der LMGT3-Klasse der WEC unter anderem internationale GT3-Serien wie die GT World Challenge sowie nationale Meisterschaften wie die DTM als potenzielle Einsatzgebiete infrage.

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