Fotorückblick – 04.04.1993 – AvD/MVBL Bergischer Löwe

Christoph Caspary

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Regen über Zolder, eine neue Generation von Tourenwagen und ein Alfa Romeo, der die etablierte DTM-Konkurrenz vor eine völlig neue Herausforderung stellte. Der 155 V6 TI von Nicola Larini schrieb beim Saisonauftakt 1993 die ersten Seiten einer außergewöhnlichen Motorsportgeschichte.

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Der Saisonauftakt der DTM 1993 im belgischen Zolder sollte Motorsportgeschichte schreiben. Alfa Romeo trat erstmals mit dem neuen 155 V6 TI in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft an – und sorgte bereits beim Debüt für einen Paukenschlag.

Nicola Larini gewann auf dem regennassen Circuit Zolder beide Rennen und führte den neuen Alfa Romeo damit unmittelbar zu seinem ersten großen Erfolg. Besonders der technisch aufwendige Rennwagen unterschied sich deutlich von seinem serienmäßigen Namensgeber und der etablierten Konkurrenz.

Unter der Karosserie arbeitete ein 2,5-Liter-V6 mit vier Ventilen pro Zylinder, der rund 420 PS bei 11.800 U/min leistete. Der extrem hochdrehende Motor verfügte unter anderem über Titanventile und Trockensumpfschmierung. Seine Kraft wurde über ein Sechsganggetriebe und permanenten Allradantrieb auf die Straße gebracht – ein entscheidender Vorteil, insbesondere unter den schwierigen Bedingungen von Zolder.

Dank konsequentem Leichtbau und umfangreicher Verwendung von Kohlefaser brachte der 155 V6 TI nur rund 1.040 Kilogramm auf die Waage. Die Höchstgeschwindigkeit lag, abhängig von der Übersetzung, bei bis zu etwa 300 km/h.

Der Doppelsieg von Zolder war erst der Anfang: Nicola Larini gewann 1993 mit dem spektakulären Alfa Romeo zehn der zwanzig Rennen und sicherte sich souverän den DTM-Titel. Alfa Romeo hatte der deutschen Konkurrenz mit seinem ersten Werkseinsatz in der DTM einen eindrucksvollen Einstand beschert.

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