Dritter Sieg in Folge für Porsche #7 – Zuschauerrekord beim Langstreckenklassiker
Daytona Beach, Januar 2026 – Porsche Penske Motorsport hat bei den 64. 24 Stunden von Daytona erneut seine Klasse unter Beweis gestellt. Das Fahrertrio Felipe Nasr, Julien Andlauer und Laurin Heinrich gewann das traditionsreiche Langstreckenrennen mit dem Porsche #7 und feierte damit den dritten Daytona-Sieg in Folge für das Team und das Fahrzeug. Im Ziel betrug der Vorsprung auf den zweitplatzierten Action-Express-Cadillac #31 lediglich 1,569 Sekunden.
Für Nasr war es bereits der dritte Daytona-Erfolg mit dem Porsche #7, während Andlauer und Heinrich erstmals die begehrte Rolex-Uhr für den Gesamtsieg in Empfang nehmen durften. Porsche bestätigte damit seine Favoritenrolle, musste den Erfolg jedoch bis zum Schluss hart verteidigen.
Zu Rennbeginn dominierten die Porsche 963 das Geschehen und setzten sich frühzeitig von der Konkurrenz ab. Mehrere Gelbphasen neutralisierten den Vorsprung jedoch immer wieder. Spätestens im letzten Renndrittel entwickelte sich ein spannender Dreikampf zwischen Porsche, Cadillac und BMW, der erst auf der Zielgeraden entschieden wurde.
Ein Doppelsieg für Porsche blieb aufgrund strategischer Umstände verwehrt. Der zweite Penske-Porsche #6 fiel nach einer unglücklichen Strategieentscheidung während einer späten Gelbphase zunächst weit zurück. Zwar kämpfte sich das Fahrzeug mit einem starken Undercut wieder nach vorne, musste sich am Ende jedoch mit Rang vier zufriedengeben. Eine frühere Beschädigung am Unterboden wirkte sich im Schlussstint spürbar auf die Performance aus.
Auf dem Podium landete überraschend der BMW #24 von WRT, der bei seinem Debüt in der GTP-Klasse den dritten Platz belegte. Die BMW M Hybrid V8 präsentierten sich insgesamt deutlich konkurrenzfähiger als noch in den Trainingssitzungen erwartet. Damit standen am Ende drei verschiedene Hersteller auf dem Gesamtpodium.
Hinter den Spitzenteams belegte der Meyer-Shank-Acura #93 den fünften Rang. Insgesamt wurden neun Fahrzeuge in der GTP-Klasse in der Führungsrunde gewertet. Der WTR-Cadillac #10 schied hingegen rund zwei Stunden vor Rennende nach einem Motorschaden aus.
Für Aston Martin verlief das Rennen enttäuschend. Der einzige eingesetzte LMH-Prototyp hatte sowohl mit technischen Problemen als auch mit fehlender Wettbewerbsfähigkeit zu kämpfen und kam lediglich auf Rang zehn in der GTP-Wertung ins Ziel.
Überschattet wurde das Rennen von einer außergewöhnlich langen Unterbrechung: Aufgrund dichten Nebels kam es in der Nacht zu einer Gelbphase von über sechseinhalb Stunden – der längsten in der Geschichte des Events. Trotz dieser Umstände verzeichnete der Veranstalter einen neuen Zuschauerrekord, ohne jedoch konkrete Zahlen zu veröffentlichen.
Mit einem dramatischen Zieleinlauf, strategischen Wendungen und einem neuen Publikumsrekord unterstrichen die 24 Stunden von Daytona 2026 erneut ihren Status als eines der bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt.
