Fotorückblick – 24.-26.08.1990 – F1 Großer Preis von Belgien

Christoph Caspary

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Zwischen den Boxen von Spa und einem der bewegendsten Kapitel der Formel 1 liegen nur wenige Wochen. Unser Blick auf den Lotus 102 von Martin Donnelly erzählt die Geschichte eines Rennwagens, der heute untrennbar mit einem Schicksal verbunden ist.

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Beim 11. Lauf der Formel-1-Weltmeisterschaft 1990 trat das Camel Team Lotus auf dem Circuit de Spa-Francorchamps an. Martin Donnelly und Derek Warwick pilotierten den von Teamdesigner Frank Dernie entwickelten Lotus 102. Angetrieben wurde der eher mittelmäßige Rennwagen von einem Lamborghini LE3512. Der 3,5-Liter-V12-Saugmotor mit einem Bankwinkel von 80 Grad leistete rund 620 bis 640 PS und drehte bis etwa 13.000 U/min.

Unser Foto zeigt die Lotus-Mechaniker bei den letzten Vorbereitungen am Wagen von Martin Donnelly vor dem Start zum Großen Preis von Belgien. Der Nordire hatte sich als 22. für das Rennen qualifiziert und kämpfte sich im Verlauf der 44 Runden bis auf den 13. Platz nach vorne.

Nur wenige Wochen später sollte Donnellys Formel-1-Karriere ein dramatisches Ende finden. Im Qualifying zum Großen Preis von Spanien in Jerez erlitt er einen der schwersten Unfälle der modernen Formel-1-Geschichte. Bei Höchstgeschwindigkeit versagte die Struktur seines Lotus 102, das Fahrzeug zerbrach, und Donnelly wurde noch angeschnallt in seinem Sitz aus dem Monocoque geschleudert. Er erlitt zahlreiche Knochenbrüche, schwere Beckenverletzungen sowie erhebliche innere Verletzungen und wurde umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert.

Entgegen den zunächst düsteren Prognosen kämpfte sich Donnelly zurück ins Leben und später auch wieder in den Motorsport. Zwar bestritt er anschließend noch Rennen in verschiedenen Kategorien, eine Rückkehr in die Formel 1 fand aber nicht mehr statt.

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