Verstappen plant 2027 erneut Nürburgring und erstmals Spa

Christoph Caspary

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Max Verstappen plant auch 2027 den Ausflug in den Langstreckensport. Nach seinem unglücklichen Nürburgring-Debüt rücken nun gleich zwei GT3-Klassiker in den Fokus des Red-Bull-Piloten.

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Max Verstappen möchte auch 2027 neben der Formel 1 im Langstreckensport aktiv sein. Nach seinem Nürburgring-Debüt in diesem Jahr zieht es den Red-Bull-Piloten erneut in die Eifel. Darüber hinaus steht ein Start bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps im Raum. Le Mans spielt in seinen aktuellen Planungen dagegen keine Rolle.

Max Verstappen hat seine Pläne für mögliche Einsätze im Langstreckensport 2027 konkretisiert. Der viermalige Formel-1-Weltmeister kann sich erneut einen Start beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring vorstellen. Auch die 24 Stunden von Spa-Francorchamps sind für den Niederländer eine interessante Option.

Entscheidend dafür ist unter anderem der Formel-1-Kalender. Die beiden GT3-Klassiker finden 2027 an Wochenenden statt, an denen kein Grand Prix der Königsklasse ausgetragen wird. Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring ist für das letzte Mai-Wochenende vorgesehen und liegt damit zwischen dem Formel-1-Lauf in Kanada und dem Grand Prix von Monaco. Spa folgt Ende Juni in einer Phase ohne Formel-1-Rennen.

Verstappen machte bei einer Medienrunde im Vorfeld des Großen Preises von Aserbaidschan deutlich, dass er seine Rückkehr auf die Nordschleife anstrebt. Gleichzeitig stellte er klar, dass eine endgültige Zusage von weiteren Faktoren abhängt. Neben einer passenden Vorbereitung müsse der Einsatz auch mit seinem persönlichen Rennkalender vereinbar sein.

Revanche auf der Nordschleife

Sein erstes 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring absolvierte Verstappen 2026. Gemeinsam mit dem Mercedes-AMG-Team Winward trat er in einem Mercedes-AMG GT3 an und lag zwischenzeitlich aussichtsreich im Rennen. Ein technischer Defekt beendete den Einsatz jedoch vorzeitig.

Der Ausfall dürfte seinen Wunsch nach einer erneuten Teilnahme zusätzlich verstärkt haben. Verstappen hatte bereits unmittelbar nach dem Rennen erklärt, dass er gerne auf die Nordschleife zurückkehren möchte. Die GT3-Rennen bereiteten ihm nach eigener Aussage großen Fahrspaß.

Auch abseits des Rennens sorgte sein Auftritt 2026 für enorme Aufmerksamkeit. Das Rennwochenende am Nürburgring verzeichnete mit mehr als 350.000 Besuchern einen neuen Zuschauerrekord.

Verstappen ist zudem nicht erst seit seinem Nürburgring-Einsatz eng mit dem GT3-Sport verbunden. Der Niederländer beschäftigt sich intensiv mit Langstrecken- und GT-Rennen, fährt regelmäßig verschiedene GT3-Fahrzeuge und ist seit 2025 mit einem eigenen Rennteam in der GT World Challenge vertreten. Am Nürburgring arbeitete Verstappen Racing mit Winward zusammen, für mögliche Aktivitäten im Rahmen der GT World Challenge Europe besteht eine Kooperation mit 2 Seas Racing.

Spa als zweite Option

Neben der Nordschleife rückt 2027 auch Spa-Francorchamps in den Mittelpunkt. Die 24 Stunden von Spa gehören ebenfalls zu den bedeutenden GT3-Langstreckenrennen und finden Ende Juni statt. Auch hier ermöglicht der Formel-1-Kalender grundsätzlich einen Einsatz.

Verstappen bezeichnete einen Start in Spa als interessante Möglichkeit. Anders als bei Le Mans würde ein solcher Einsatz keine vergleichbare Folge von Formel-1-Rennwochenenden und zusätzlichen Vorbereitungsterminen erfordern.

Eine feste Teilnahme hat der Red-Bull-Pilot allerdings noch nicht bestätigt. Seine Aussagen sind vielmehr als konkrete Überlegungen zu verstehen, die unter dem Vorbehalt seiner Vorbereitung und seines Formel-1-Kalenders stehen.

Le Mans bleibt vorerst außen vor

Eine Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans 2027 schließt Verstappen nach aktuellem Stand dagegen aus. Obwohl das Rennen nicht mit einem Formel-1-Grand-Prix kollidiert, würde ein Start an der Sarthe eine deutlich umfangreichere Vorbereitung erfordern.

Hinzu kommt, dass Verstappen Racing derzeit nicht im Hypercar-Programm der Langstrecken-Weltmeisterschaft engagiert ist. Für einen möglichen Le-Mans-Einsatz wären daher zusätzliche Tests und Vorbereitungen notwendig. Der Termin würde zudem in eine Phase fallen, in der sich die Formel-1-Saison besonders dicht aneinanderreiht.

Damit konzentriert sich Verstappens derzeitige Planung auf die beiden GT3-Klassiker Nürburgring und Spa. Ob aus den Überlegungen tatsächlich Renneinsätze werden, hängt letztlich von der Vorbereitung und seinem Terminplan ab.

Auch Norris und Leclerc mit Langstreckeninteresse

Verstappen ist nicht der einzige Formel-1-Pilot, der sich für den Langstreckensport interessiert. Lando Norris absolvierte zuletzt einen Test mit dem neuen McLaren-Hypercar in Portimão. McLaren steigt 2027 mit einem eigenen Hypercar-Programm in die Langstrecken-Weltmeisterschaft ein.

Ein kurzfristiger Le-Mans-Start von Norris lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Der amtierende Weltmeister betonte, dass sein Schwerpunkt weiterhin auf der Formel 1 liegt. Einen späteren Einsatz bei den 24 Stunden von Le Mans schließt er jedoch nicht aus.

Auch Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat Interesse an einem zukünftigen Start in Le Mans geäußert. Dabei steht insbesondere ein gemeinsamer Einsatz mit seinem Bruder Arthur im Raum, der aktuell im GT3-Sport aktiv ist. Auch bei Leclerc liegt der Fokus derzeit jedoch auf der Formel 1.

Für Max Verstappen zeichnet sich damit ein etwas anderes Bild ab: Während Le Mans vorerst nicht auf seiner persönlichen Liste steht, bleiben die 24 Stunden am Nürburgring und in Spa für 2027 konkrete Optionen.

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