Ein orangefarbener Monoposto, ein leistungsstarker Opel-Motor und ein erfolgreicher Auftritt auf dem Hockenheimring: Wolfgang Kaufmann sichert sich beim AvD/MAC-Rennsport-Festival 1991 einen wichtigen Sieg in der Deutschen Formel-3-Meisterschaft.
Wolfgang Kaufmann triumphiert im orangefarbenen Dallara F391
Ein auffälliges orangefarbenes Design, ein vielversprechendes Nachwuchstalent und ein erfolgreicher Renntag im badischen Motodrom: Am 14. April 1991 gastierte die Deutsche Formel-3-Meisterschaft auf dem Hockenheimring. Wolfgang Kaufmann nutzte die Gelegenheit, um mit seinem Dallara F391 für das Opel Team Schübel den zweiten Saisonlauf zu gewinnen.
Die Deutsche Formel 3 galt damals als eines der wichtigsten Sprungbretter auf dem Weg in den internationalen Formelsport. Leichte Monoposti, aerodynamische Flügel und Zweiliter-Saugmotoren sorgten für anspruchsvollen Rennsport und ein stark besetztes Teilnehmerfeld.
Für das Opel Team Schübel ging Wolfgang Kaufmann mit der Startnummer 6 an den Start. Sein von Schübel Rennsport eingesetzter Dallara F391 mit der Chassisnummer 038 wurde von einem Opel-Motor angetrieben. Vor allem die auffällige Lackierung machte den italienischen Rennwagen zu einem Blickfang auf der Strecke.
Dallara hatte sich im Formel-3-Sport bereits einen hervorragenden Namen erarbeitet. Der F391 überzeugte mit einem weiterentwickelten Fahrwerkskonzept, einem leichten Monocoque und einer ausgeprägten Aerodynamik. Damit war der Rennwagen bestens auf die Anforderungen der internationalen Formel-3-Konkurrenz zugeschnitten.
Auch sportlich lief es für Kaufmann nach Maß. Er sicherte sich den Sieg im zweiten Saisonlauf und bescherte dem Opel Team Schübel damit einen wichtigen Erfolg. Die Pole-Position ging an Klaus Panchyrz, während Tom Kristensen die schnellste Rennrunde fuhr. Der Däne sollte später insbesondere im Langstreckensport zu einer der erfolgreichsten Persönlichkeiten seiner Generation werden.
Für Kaufmann blieb der Erfolg in Hockenheim nicht der einzige Höhepunkt des Jahres. Auch bei einem späteren Meisterschaftslauf in Wunstorf stand er auf der obersten Stufe des Podiums. In der Gesamtwertung beendete er die Saison auf dem achten Rang. Den Meistertitel sicherte sich Tom Kristensen in einem Volkswagen-betriebenen Ralt.
Der Dallara F391 steht exemplarisch für eine spannende Epoche des deutschen Formelsports. In der Deutschen Formel 3 trafen ambitionierte Nachwuchsfahrer aufeinander, von denen einige später international Karriere machen sollten. Wolfgang Kaufmann setzte mit seinem Erfolg auf dem Hockenheimring 1991 ein deutliches Ausrufezeichen.
