DTM am Sachsenring: Wittmann und Dörr siegen, Preining baut Tabellenführung aus

Christoph Caspary

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Zwei Rennen, zwei Sieger und ein Titelkampf, der sich weiter zuspitzt: Am Sachsenring sorgten Marco Wittmann und Ben Dörr für unterschiedliche Glanzpunkte, während Thomas Preining seine Führung mit einer starken Serie verteidigte. Wechselhafte Bedingungen und taktische Entscheidungen machten das vorletzte DTM-Wochenende zu einem echten Härtetest.

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Der Sachsenring bot beim vorletzten DTM-Wochenende der Saison 2026 Motorsport auf höchstem Niveau. 53.200 Zuschauer erlebten zwei völlig unterschiedliche Rennen, die sowohl Marco Wittmann als auch Ben Dörr zu Siegern machten und gleichzeitig den Titelkampf weiter zuspitzten.

Bereits am Samstag setzte Marco Wittmann ein Ausrufezeichen. Der Schubert-BMW-Pilot startete von der Pole-Position und fuhr seinen zweiten Saisonsieg ein. Jules Gounon im Mercedes-AMG belegte Rang zwei, während Tabellenführer Thomas Preining im Manthey-Porsche als Dritter die Ziellinie überquerte. Damit verkürzte Wittmann seinen Rückstand in der Meisterschaft auf 14 Punkte.

Der Sonntag sorgte anschließend für deutlich mehr Dramatik. Auf zunächst feuchter Strecke entwickelte sich ein Rennen, das von Reifenstrategie, wechselnden Bedingungen und mehreren Safety-Car-Phasen geprägt war. Ben Dörr bewies dabei ein besonders gutes Gespür für die schwierigen Bedingungen und übernahm in der fünften Runde die Führung. Trotz des Drucks von Thomas Preining in der Schlussphase brachte der junge McLaren-Pilot seinen Vorsprung ins Ziel und feierte seinen zweiten DTM-Sieg.

Hinter Dörr sicherte sich Preining den zweiten Platz, Ricardo Feller komplettierte im zweiten Manthey-Porsche das Podium. Für Preining war dieser zweite Rang besonders wertvoll: Der Österreicher fuhr damit bereits zum sechsten Mal in Folge auf das Podium und baute seine Position an der Tabellenspitze weiter aus.

Für Maro Engel entwickelte sich der Sonntag dagegen zu einem bitteren Nachmittag. Der Winward-Mercedes-Pilot war von der Pole-Position gestartet und lag zunächst aussichtsreich im Rennen. Nach einer Kollision mit Kelvin van der Linde erhielt Engel jedoch eine 15-Sekunden-Strafe und fiel dadurch noch auf Rang 17 zurück. Damit blieb er ohne Punkte und verlor im Titelkampf weiter an Boden.

Der Sachsenring erwies sich damit erneut als anspruchsvolle Bühne für die DTM. Die 3,671 Kilometer lange Strecke verlangte den Fahrern bei wechselnden Bedingungen viel Fingerspitzengefühl ab und sorgte vor allem am Sonntag für ein Rennen, in dem Strategie und Timing entscheidend waren.

Mit dem Sachsenring ist die DTM-Saison 2026 nun in ihre entscheidende Phase eingetreten. Nach sieben von acht Saisonveranstaltungen steht das große Finale bevor, bei dem sich der Titelkampf endgültig entscheidet. Thomas Preining reist dabei als Tabellenführer zum Saisonabschluss.

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