Obituary: Herbert Schnitzer (1941–2026) – A Life Dedicated to Touring Car Racing

Christoph Caspary

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Mit Herbert Schnitzer verliert der Tourenwagensport einen der erfolgreichsten Teamchefs seiner Geschichte. Über Jahrzehnte prägte er Schnitzer Motorsport und führte das Team zu Siegen auf den größten Bühnen des internationalen Motorsports.

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Mit Herbert Schnitzer verliert der internationale Motorsport eine prägende Persönlichkeit. Der langjährige Teamchef und Mitbegründer von Schnitzer Motorsport ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Gemeinsam mit seinen Brüdern legte Herbert Schnitzer den Grundstein für eines der erfolgreichsten Rennteams der Tourenwagen-Geschichte. Nachdem das Familienunternehmen Mitte der 1960er Jahre BMW-Vertragshändler geworden war, entstand 1967 das Rennteam Schnitzer Motorsport. Nach dem frühen Tod seines Bruders Josef führte Herbert Schnitzer das Lebenswerk gemeinsam mit Karl Lamm und Dieter Lamm weiter und entwickelte das Team zu einer festen Größe im internationalen Motorsport.

Über Jahrzehnte hinweg sammelte Schnitzer Motorsport Erfolge auf den bedeutendsten Rennstrecken der Welt. Dazu zählen unter anderem Titel in der Formel-2-Europameisterschaft, der Tourenwagen-Europameisterschaft und der Tourenwagen-Weltmeisterschaft sowie zahlreiche nationale Meisterschaften. Hinzu kamen mehrere Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps und den 24 Stunden Nürburgring. Einen besonderen Meilenstein setzte das Team 1999 mit dem Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans.

Auch in der modernen Ära blieb Schnitzer Motorsport erfolgreich. 2012 gewann das Team mit Bruno Spengler den DTM-Titel. Der Sieg von Augusto Farfus beim FIA GT World Cup in Macau im Jahr 2018 markierte den letzten großen Triumph, bevor die langjährige Zusammenarbeit mit BMW 2020 endete und damit auch die Geschichte von Schnitzer Motorsport als Werksteam.

Herbert Schnitzer blieb dem Motorsport auch nach seinem Rückzug eng verbunden und verfolgte das Geschehen bis in die letzten Jahre mit großem Interesse. Mit seinem Wirken prägte er Generationen von Fahrern, Ingenieuren und Teammitgliedern und hinterlässt ein außergewöhnliches Vermächtnis im Tourenwagensport.

Die Redaktion spricht seiner Familie, seinen Angehörigen sowie allen Wegbegleitern ihr aufrichtiges Mitgefühl aus.

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