24h Nürburgring – neue Designs

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Wenige Tage vor dem Start der 24h Nürburgring 2026 präsentieren mehrere Teams ihre finalen Designs für den Langstreckenklassiker in der Eifel – und setzen dabei auf völlig unterschiedliche Konzepte. Während BMW den M3 Touring 24h deutlich zurückhaltender gestaltet als zuletzt, sorgt Prosport Racing mit einer auffälligen Retro-Folierung im Stil klassischer Videospiele für Aufmerksamkeit.

BMW verabschiedet sich beim M3 Touring 24h von den Social-Media-Kommentaren, die bislang die Karosserie zierten. Stattdessen dominiert an der Front nun ein überwiegend schwarzes Design mit Akzenten in den typischen Farben der M GmbH. Das Heck hebt sich durch die Farbgebung des Partners Shell deutlich ab und kombiniert Weiß, Gelb und Rot zu einem kontrastreichen Auftritt.

Auch sportlich konnte der Touring in der Vorbereitung bereits Akzente setzen. Bei den 24h Nürburgring Qualifiers belegten Jens Klingmann und Neil Verhagen den siebten Gesamtrang. Beim Rennen selbst teilen sie sich das Cockpit mit Ugo de Wilde und Connor de Phillippi.

Klingmann betonte im Rahmen der Qualifiers jedoch, dass die Ergebnisse in der Vorbereitungsphase nicht im Vordergrund gestanden hätten. Vielmehr sei es darum gegangen, mit dem einzigen verfügbaren Fahrzeug möglichst viele Kilometer zu sammeln und Erkenntnisse für das Hauptrennen zu gewinnen. Gleichzeitig lobte der BMW-Werksfahrer die positive Resonanz der Fans rund um das Projekt.

Schon beim Debüt habe sich gezeigt, dass der M3 Touring auf der Nordschleife mit etablierten GT3-Fahrzeugen mithalten könne. Dennoch agiere das Team aufgrund der begrenzten Ersatzteilsituation weiterhin mit Bedacht – insbesondere in der hektischen Anfangsphase des Rennens. Das Ziel sei vor allem, das Fahrzeug über die Distanz zu bringen und den Fans möglichst lange im Rennen zu präsentieren.

Technisch basiert der M3 Touring 24h eng auf dem M4 GT3 Evo und versteht sich damit nicht als reines Showcar, sondern als ernsthaft entwickeltes Rennprojekt mit GT3-Technik.

Einen völlig anderen Ansatz verfolgt unterdessen Prosport Racing. Das Team aus Wiesemscheid setzt beim Mercedes-AMG GT3 auf eine auffällige 8-Bit-Optik, die an die Videospiel-Ära der 1980er-Jahre erinnert. Gemeinsam mit den Partnern Bilstein und Hella entstand eine verpixelte Retro-Folierung in den traditionellen Farben Blau und Gelb.

Teamchef Marc Hennerici, der die Leitung des Teams Anfang des Jahres übernommen hat, zeigte sich vor dem Rennen optimistisch und lobte sowohl das Design als auch die Fahrerbesetzung des GT3-Fahrzeugs.

Mit Mikael Grenier und Adam Christodoulou setzt Prosport auf erfahrene AMG-Piloten. Komplettiert wird das Aufgebot von Chris Lulham sowie dem langjährigen Teamfahrer Marek Böckmann. Die Besetzung gilt als konkurrenzfähig für ein mögliches Top-Ergebnis in der stark besetzten SP9-Klasse.

Allerdings steht das Team vor einer besonderen Herausforderung: Prosport setzt den Mercedes-AMG GT3 in diesem Jahr erstmals ein und trifft dabei auf Konkurrenten mit deutlich mehr Erfahrung auf ihren Fahrzeugen. Hinzu kommt ein umfangreiches Einsatzprogramm mit weiteren GT3- und GT4-Fahrzeugen.

Damit dürfte beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring erneut gelten: Nicht allein ein spektakuläres Design entscheidet über den Erfolg, sondern vor allem Zuverlässigkeit und Konstanz über die gesamte Distanz.

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