Fotorückblick – 03.08.1975 – GP von Deutschland – Nürburgring

Christoph Caspary

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Auf der legendären Nürburgring-Nordschleife beginnt für Harald Ertl am 3. August 1975 ein ungewöhnliches Formel-1-Abenteuer. Im goldenen Hesketh 308B mit Cosworth V8 trifft der Debütant auf die Größen der Königsklasse und stellt sich einer der härtesten Prüfungen des Motorsports.

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Der Große Preis von Deutschland auf der legendären Nürburgring-Nordschleife wird für Harald Ertl zum ganz besonderen Rennen. Der 28-Jährige steht erstmals am Start eines Formel-1-Grand-Prix.

Mit einem gebrauchten Hesketh 308B Ford Cosworth und der Startnummer 25 geht Ertl ins Rennen. Der rund 589 Kilogramm leichte Rennwagen verfügt über ein Aluminium-Monocoque und wird von einem 3,0-Liter-Cosworth-DFV-V8 angetrieben. Rund 485 PS bei 10.600 U/min werden über ein Fünfgang-Hewland-Getriebe an die Hinterräder übertragen.

Der goldene Hesketh mit Warsteiner-Schriftzug qualifiziert sich auf Startplatz 23. Vor Ertl stehen die großen Namen der Formel 1 – unter anderem Niki Lauda, James Hunt und Carlos Reutemann.

Während Carlos Reutemann den Grand Prix gewinnt, fordert die 22,8 Kilometer lange Nordschleife ihren Tribut. Zahlreiche Piloten scheiden aus, darunter auch Ertls Teamkollege James Hunt mit einem Defekt an der Hinterradnabe.

Ertl bleibt hingegen im Rennen und bringt seinen Hesketh nach 14 Runden ins Ziel.

Platz acht beim Formel-1-Debüt.

Von 24 gestarteten Fahrern werden nur acht gewertet. Für Ertl ist es damit ein bemerkenswerter Einstand in der Königsklasse – und der Beginn seiner kurzen Formel-1-Karriere.

Der goldene Hesketh 308B mit der Startnummer 25 bleibt dabei untrennbar mit einem besonderen Kapitel der Nürburgring-Geschichte verbunden.

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