Toyota GR GT3: Renndebüt beim Super-GT-Finale in Motegi

Christoph Caspary

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Wenn Toyota mit dem neuen GR GT3 beim Super-GT-Finale in Motegi erstmals unter Rennbedingungen antritt, beginnt für das ambitionierte Projekt eine entscheidende Bewährungsprobe. Zwischen Entwicklungsarbeit und internationalem Rennprogramm für 2027 rückt ein Fahrerduo ins Rampenlicht, das die Premiere des neuen GT3-Renners prägen soll.

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Rookie Racing setzt den neuen GT3-Rennwagen erstmals unter Wettbewerbsbedingungen ein. Hiroaki Ishiura und Nachwuchsfahrer Tokiya Suzuki übernehmen das Cockpit. Der Einsatz dient vor allem der Vorbereitung auf das geplante Rennprogramm ab 2027.

Toyota bringt seinen neuen GR GT3 früher als ursprünglich für den umfassenden Renneinsatz vorgesehen auf die Rennstrecke. Beim Saisonfinale der japanischen Super-GT-Meisterschaft im Mobility Resort Motegi soll das Fahrzeug am 7. und 8. November 2026 erstmals unter Wettbewerbsbedingungen antreten. Eingesetzt wird der Wagen von Rookie Racing, das dafür sein bisheriges Fahrzeug in der GT300-Kategorie ersetzt.

Der neue Rennwagen wird unter der Bezeichnung ENEOS X PRIME GR GT3 Concept geführt und trägt die Startnummer 32. Anstelle des bislang verwendeten Mercedes-AMG GT3 Evo kommt damit erstmals Toyotas neue GT3-Entwicklung zum Einsatz. Die beiden Finalrennen sind jeweils über 250 Kilometer angesetzt.

Ishiura und Suzuki bilden das Fahrerduo

Am Steuer wechseln sich Hiroaki Ishiura und Tokiya Suzuki ab. Ishiura ist seit vielen Jahren als Toyota-Werksfahrer aktiv und war maßgeblich an der Entwicklung des neuen GR GT3 beteiligt. Zu seinen sportlichen Erfolgen zählen zwei Titel in der Super Formula sowie ein früherer Fahrertitel in der GT300-Klasse.

Sein Teamkollege Suzuki gehört zum Nachwuchsprogramm Toyota Gazoo Racing Driver Challenge. Für den jungen Fahrer bietet der Einsatz die Gelegenheit, gemeinsam mit einem erfahrenen Piloten die Premiere des neuen Fahrzeugs zu bestreiten.

Rookie Racing hatte den GR GT3 bereits Anfang Oktober bei einem Funktionstest auf dem Fuji Speedway erprobt. Der Test fand vor der Super-GT-Veranstaltung in Autopolis statt und bereitete den nun geplanten Einsatz in Motegi vor.

Auftakt für das geplante Programm ab 2027

Der Auftritt beim Saisonfinale ist in erster Linie als Praxistest unter Rennbedingungen zu verstehen. Obwohl Rookie Racing in der GT300-Meisterschaft bislang mit dem Mercedes-AMG GT3 Evo angetreten ist, steht bei der kurzfristigen Umstellung auf den neuen Toyota nicht mehr das reguläre Meisterschaftsergebnis im Vordergrund.

Der GR GT3 wird in Motegi als sogenannter Open-Teilnehmer geführt. Damit ist das Fahrzeug nicht für Meisterschaftspunkte zugelassen. Zudem wurde für den Wagen keine Balance of Performance veröffentlicht, wie sie für die regulär gewerteten Fahrzeuge der Klasse vorgesehen ist. Berechnungen und Vergleiche mit den übrigen Teilnehmern sind deshalb nur eingeschränkt möglich.

Die Premiere bildet einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum breiteren Einsatz des GR GT3 in der Saison 2027. Toyota plant, den neuen Rennwagen künftig in mehreren internationalen und nationalen Wettbewerben einzusetzen. Dazu zählen nach den bislang bekannt gewordenen Planungen unter anderem die FIA World Endurance Championship, die IMSA WeatherTech SportsCar Championship, die Super GT sowie Einsätze rund um die Nürburgring-Langstrecken-Serie und das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring, wo Ishiura auch schon mehrfach selbst am Start stand.

Mit dem GR GT3 verfolgt Toyota das Ziel, ein neues Wettbewerbsfahrzeug für den internationalen GT3-Sport zu etablieren. Der Start in Motegi liefert dafür erste Erkenntnisse aus einem realen Rennwochenende, bevor das Fahrzeug ab 2027 in größerem Umfang zum Einsatz kommen soll.

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