Nach ersten Testfahrten zu Wochenbeginn auf der Nürburgring-Nordschleife – unter anderem durch das Mercedes-AMG Team Verstappen Racing und HWA – sowie einem anschließenden Trackday von ProSport blickten Teams und Fans gespannt auf den ersten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS). Doch typisch für die Eifel spielte das Wetter erneut eine entscheidende Rolle.
Der geplante Saisonauftakt der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie, die 71. ADAC Westfalenfahrt, musste kurzfristig abgesagt werden. Grund dafür waren winterliche Bedingungen mit niedrigen Temperaturen und Schneefall, die bereits zu einer Verzögerung des Zeittrainings führten. Zwar verbesserten sich die Streckenverhältnisse im Laufe des Vormittags, die Temperaturen blieben jedoch kritisch.
Die in der Serie vertretenen Reifenhersteller rieten schließlich von einer Durchführung der Veranstaltung ab. Nach dieser Empfehlung entschied sich die Rennleitung gemeinsam mit den Verantwortlichen der VLN, das Rennen nicht stattfinden zu lassen.
Der Entscheidung um 10:45 Uhr gingen zwei Treffen mit Teammanagern um 8:30 Uhr und 10:00 Uhr voraus, bei denen die Organisatoren das Feedback der teilnehmenden Teams einholten. Laut VLN-Sportleiter Christian Vormann zeigte eine Inspektionsrunde zwar, dass die Strecke grundsätzlich befahrbar war – die Seitenstreifen waren schneefrei und der Asphalt trocknete langsam ab. Dennoch gingen die Meinungen der Teams auseinander. Eine knappe Mehrheit sprach sich zwar für eine Durchführung aus, letztlich gab jedoch die Warnung der Reifenhersteller den Ausschlag für die Absage.
Die nächste Gelegenheit für die Teams lässt nicht lange auf sich warten: Bereits am 21. März steht der zweite Lauf der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie auf dem Programm. Erwartet wird dabei unter anderem auch Formel-1-Weltmeister Max Verstappen, der mit einem Mercedes-AMG GT3 erneut in der „Grünen Hölle“ antreten möchte.
