Der vermeintliche Sieg von Max Verstappen beim zweiten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie wurde nachträglich aberkannt. Ein Regelverstoß beim Reifenmanagement führte zur Disqualifikation.
Beim zweiten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) ist das zunächst siegreiche Team um Max Verstappen nach dem Rennen disqualifiziert worden. Der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 3 hatte den Barbarossapreis auf der Nordschleife zunächst auf der Strecke gewonnen, verlor den Erfolg jedoch im Nachgang durch eine Entscheidung der Rennkommissare.
Grund für die Disqualifikation ist ein klarer Verstoß gegen das technische Reglement der Serie. Laut offizieller Wertung überschritt das Team die maximal erlaubte Anzahl an Reifensätzen. Während im Rennen lediglich sechs Sätze Slickreifen zulässig sind, kamen am Fahrzeug insgesamt sieben Sätze zum Einsatz.
Die Regel ist in der NLS eindeutig formuliert und lässt keinen Interpretationsspielraum zu: Eine Überschreitung des Reifenlimits führt automatisch zur Disqualifikation. Hintergrund dieser Vorschrift ist die Sicherstellung der Chancengleichheit sowie die Begrenzung strategischer Vorteile durch zusätzlichen Materialeinsatz.
Das Team bestätigte den Fehler nach dem Rennen und verwies auf ein internes Missverständnis im Reifenmanagement. Eine mildere Strafe wie eine Zeitstrafe ist in solchen Fällen nicht vorgesehen, weshalb das Fahrzeug vollständig aus der Wertung gestrichen wurde.
Durch die Disqualifikation rückt das zweitplatzierte Team von ROWE-Racing, mit ihrem BMW M4 GT3, nach und übernimmt den offiziellen Rennsieg. Für Verstappen und seine Teamkollegen bleibt damit trotz sportlich überzeugender Leistung kein Ergebnis in der Wertung bestehen.
