M3 Touring startet bei den 24h Nürburgring
Was 2025 als Aprilscherz begann, wird 2026 tatsächlich Realität: Der BMW M3 Touring erhält eine Rennversion und wird bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring an den Start gehen. Beim Rennen am 16. und 17. Mai soll der BMW M3 Touring 24H als spektakuläres Highlight für die Fans auf der Nordschleife auftreten. Seine erste Bewährungsprobe erlebt der ungewöhnliche Rennwagen bereits am kommenden Wochenende beim zweiten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS).
Vom Social-Media-Gag zum echten Rennwagen
Die Idee, eine Rennversion des BMW M3 Touring zu bauen, existierte intern bereits kurz nach der Markteinführung des Serienmodells im Jahr 2022. Den entscheidenden Impuls lieferte jedoch ein Social-Media-Post zum 1. April 2025: BMW M Motorsport veröffentlichte Bilder eines angeblichen M3 Touring GT-Rennwagens.
Die Resonanz übertraf alle Erwartungen. Mehr als eine Million Nutzer erreichten den Beitrag, über 1,6 Millionen Aufrufe wurden gezählt. Auch die Interaktionen lagen deutlich über den üblichen Werten der Kanäle von BMW M Motorsport. Der enorme Zuspruch aus der Community brachte schließlich den Ausschlag, das Projekt tatsächlich umzusetzen.





Entwicklung in nur acht Monaten
Im Sommer 2025 fiel die Entscheidung zur Realisierung – und innerhalb von acht Monaten entstand der BMW M3 Touring 24H. Technisch basiert das Fahrzeug auf dem BMW M4 GT3 EVO, nutzt jedoch die Karosseriestruktur des M3 Touring.
Im Vergleich zum M4-GT3-Modell ist der Touring-Rennwagen rund 200 Millimeter länger und mit Heckflügel etwa 32 Millimeter höher. Die grundlegende Technik entspricht jedoch dem GT3-Schwestermodell.
Ein Fan-Projekt für die Nordschleife
Der BMW M3 Touring 24H ist vor allem als besonderes Highlight für die Zuschauer am Nürburgring gedacht. Das Design für die Vorbereitungsrennen greift zahlreiche Kommentare von Fans auf, die unter dem ursprünglichen Aprilscherz in den sozialen Medien veröffentlicht wurden. Für das eigentliche 24-Stunden-Rennen ist zudem eine weitere Sonderlackierung geplant.
Vier BMW-Werksfahrer im Einsatz
Eingesetzt wird der Wagen von Schubert Motorsport. Am Steuer wechseln sich vier BMW-M-Werksfahrer ab:
- Jens Klingmann
- Ugo de Wilde
- Connor De Phillippi
- Neil Verhagen
Der BMW M3 Touring 24H startet in der SPX-Klasse, wodurch er nicht direkt gegen die drei BMW M4 GT3 EVO antritt, die in der Top-Kategorie SP9 um den Gesamtsieg kämpfen. Vor dem 24-Stunden-Rennen wird das Fahrzeug sowohl beim zweiten NLS-Lauf als auch bei den 24h Nürburgring Qualifiers eingesetzt.
Yokohama als Reifenpartner
Wie auch der BMW M4 GT3 EVO mit der Startnummer 77 wird der Touring-Rennwagen mit Reifen von Yokohama ausgerüstet. Für den japanischen Hersteller ist die Zusammenarbeit ein besonderes Projekt im Rahmen seines Nürburgring-Engagements.
Große Erwartungen an das außergewöhnliche Projekt
BMW-Motorsportchef Andreas Roos bezeichnet das Projekt als einzigartig innerhalb der BMW-M-Motorsportgeschichte und bedankt sich bei allen Beteiligten, die das Fahrzeug möglich gemacht haben. Gleichzeitig sieht er großes Potenzial für eine spektakuläre Show vor den Fans auf der Nordschleife.
Auch Werksfahrer Jens Klingmann hebt hervor, wie ungewöhnlich der Ursprung des Projekts ist: Die Umsetzung eines Aprilscherzes in ein echtes Rennfahrzeug zeige die enge Verbindung zwischen BMW M Motorsport und seiner Community. Trotz der humorvollen Entstehung sei der M3 Touring 24H ein ernstzunehmendes Rennfahrzeug, mit dem man ein starkes Ergebnis anpeile.
