Max Verstappen bleibt in der Nürburgring Langstrecken-Serie weiter ungeschlagen. Beim zweiten Lauf der Nürburgring Langstreckenserie NLS, aufgrund der Veranstaltungsabbruchs von Lauf 1 das erste Rennen der Saison setzte sich der Niederländer bei seinem ersten Einsatz im Mercedes-AMG GT3 gemeinsam mit Dani Juncadella und Jules Gounon durch.
Trotz deutlich stärkerer Konkurrenz als beim Debüt kontrollierte das Trio das Rennen über weite Strecken und gewann am Ende mit knapp 60 Sekunden Vorsprung auf den ROWE-BMW #99 von Jordan Pepper und Dan Harper. Rang drei ging an den Falken-Porsche #44 mit Tim Heinemann und Sven Müller.
Intensiver Kampf in der Anfangsphase
Von der Poleposition gestartet, musste Verstappen die Führung bereits in der ersten Runde abgeben. Auf der Döttinger Höhe zog Christopher Haase im Scherer-Audi #16 vorbei und setzte sich zunächst an die Spitze.
In der Folge lieferten sich beide ein intensives Duell und konnten sich schnell deutlich vom restlichen Feld absetzen. Über weite Teile des ersten Stints blieb Haase vorne, ehe Verstappen kurz vor dem ersten Boxenstopp im Bereich Tiergarten mit einem entschlossenen Manöver die Führung zurückeroberte.
Nach dem Fahrerwechsel konnte der Audi das Tempo der Spitze nicht mehr mitgehen, was auch auf die geringere GT3-Erfahrung innerhalb des Teams zurückzuführen war.
BMW bringt Verstappen-Team zwischenzeitlich unter Druck
In der Rennmitte entwickelte sich ein enger Kampf zwischen dem führenden Mercedes und dem ROWE-BMW. Besonders Dan Harper konnte in dieser Phase viel Zeit gutmachen und setzte Jules Gounon unter Druck.
Ein Zwischenfall entschied jedoch den weiteren Verlauf: Beim Versuch, die Führung zu übernehmen, kam es zu einer Berührung mit einem überrundeten Porsche Cayman. Die Rennleitung verhängte daraufhin eine Penalty Lap gegen den BMW, die wertvolle Sekunden kostete und die Siegchancen deutlich reduzierte.
Souveräne Schlussphase
Nach dem letzten Boxenstopp übernahm Verstappen wieder das Steuer und ging mit komfortablem Vorsprung in die finale Rennphase. Mit über 40 Sekunden Abstand kontrollierte er das Geschehen bis ins Ziel und ließ nichts mehr anbrennen.
Falken-Porsche kämpft sich aufs Podium
Eine starke Aufholjagd zeigte der Falken-Porsche #44. Nach einem Qualifying außerhalb der Top 10 arbeiteten sich Tim Heinemann und Sven Müller kontinuierlich nach vorne.
In der Schlussphase setzte sich Heinemann zunächst gegen den Black-Falcon-Porsche #48 durch und nahm anschließend noch den zweitplatzierten BMW ins Visier. Am Ende konnte Jordan Pepper jedoch Platz zwei verteidigen.
Hinter dem Podium komplettierten der Black-Falcon-Porsche, der Kondo-Ferrari #45 sowie der Walkenhorst-Aston-Martin die Top 6. Der lange führende Scherer-Audi wurde Siebter.
Weitere Auffälligkeiten im Feld
- Lamborghini blieb ohne große Akzente und belegte die Plätze acht und zehn
- Der KCMG-Mercedes fiel nach starkem Beginn im Rennverlauf zurück
- Das BMW M3 Touring-Projekt absolvierte ein solides Debüt
Jens Klingmann und Ugo de Wilde brachten das Fahrzeug auf Rang 13 ins Ziel, allerdings mit deutlichem Rückstand auf die Spitze.
Fazit
Auch im zweiten Rennen zeigt sich: Max Verstappen findet sich auf der Nordschleife schnell zurecht. Trotz stärkerer Konkurrenz und intensiver Zweikämpfe setzte sich der Niederländer erneut durch – dank konstanter Leistung, fehlerfreier Strategie und starker Teamarbeit.
