Rallye Monte Carlo 2026 – 1. Tag

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Oliver Solberg übernimmt Führung bei turbulenter Rallye Monte Carlo

Monte Carlo – Nach einem ereignisreichen und von schwierigen Bedingungen geprägten Auftakt hat Toyota-Pilot Oliver Solberg die Führung bei der Rallye Monte Carlo übernommen. Der Schwede liegt nach den ersten drei Wertungsprüfungen der 94. Auflage des Rallyeklassikers in Front.

Der Start in die neue Saison der Rallye-Weltmeisterschaft verlief außergewöhnlich dramatisch. Die erste Wertungsprüfung entschied Vize-Weltmeister Elfyn Evans (Toyota) für sich, der sich auf nasser Fahrbahn mit 5,6 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen durchsetzte.

Beim anschließenden Wechsel von Monaco in Richtung Gap trafen die Teams in den französischen Seealpen auf Schnee und Eis. Die zweite Wertungsprüfung stellte sich unter diesen Bedingungen als besonders anspruchsvoll heraus. Oliver Solberg zeigte sich dabei äußerst offensiv und baute einen deutlichen Vorsprung auf. Mehr als 30 Sekunden gewann er auf seine Verfolger, davon allein 18 Sekunden auf dem letzten Kilometer der Prüfung.

Mit einem Vorsprung von 25,5 Sekunden ging Solberg in die dritte Wertungsprüfung. Zwar hatten sich die Straßenverhältnisse im Vergleich zur vorherigen Etappe etwas verbessert, dichter Nebel sorgte jedoch gegen Ende der Prüfung für erhebliche Sichtprobleme. Die Etappe wurde nach dem Start von sieben Rally1-Fahrzeugen mit der roten Flagge vorzeitig abgebrochen. Die Zeiten von Jon Armstrong und Hayden Paddon gelten daher als vorläufig und müssen noch bestätigt werden.

Die Bestzeit der letzten Tagesprüfung erzielte der amtierende Weltmeister Sébastien Ogier. Mehrere Fahrer kritisierten die schlechten Sichtverhältnisse, Evans und Thierry Neuville forderten sogar einen Abbruch der Wertungsprüfung.

Im vorläufigen Gesamtklassement führt Solberg mit 44,2 Sekunden Vorsprung vor Evans. Die weiteren Platzierungen stehen aufgrund des Abbruchs noch nicht endgültig fest. Vor der dritten Prüfung hatte Jon Armstrong den dritten Gesamtrang belegt. Der irische M-Sport-Ford-Pilot zeigte bei seiner ersten Rally1-Etappe eine starke Leistung und äußerte sich anschließend zufrieden, betonte jedoch die Herausforderung, das richtige Maß zwischen Tempo und Risiko zu finden.

Sébastien Ogier war verhalten in den ersten Tag gestartet und lag nach der ersten Prüfung auf Rang drei. In der zweiten Wertungsprüfung verlor er jedoch über eine Minute und bezeichnete diese später als eine der unangenehmsten Etappen seiner Karriere. Ogier liegt aktuell 1:08,6 Minuten hinter Solberg, aber 17,3 Sekunden vor Thierry Neuville. Der Hyundai-Pilot konnte in der dritten Prüfung an seinem Teamkollegen Adrien Fourmaux vorbeiziehen, nachdem dieser kurzzeitig in einem Graben festgesteckt hatte.

Fourmaux erklärte im Anschluss, dass dichter Nebel und Rauch von Feuerwerkskörpern der Zuschauer die Sicht massiv eingeschränkt hätten, was letztlich zu seinem Ausrutscher geführt habe.

Takamoto Katsuta (Toyota) folgt 39,2 Sekunden hinter Fourmaux, nachdem er im Nebel Zeit verloren hatte. Ford-Pilot Grégoire Munster verlor mehr als zwei Minuten aufgrund eines Ausfalls der Servolenkung. Hayden Paddon zeigte sich erleichtert, den Auftaktabend bei seinem Comeback in der Rallye-Weltmeisterschaft ohne größere Probleme überstanden zu haben.

Nicht ins Ziel kamen am Donnerstag Sami Pajari (Toyota) und Josh McErlean (Ford). Beide schieden nach Zwischenfällen an derselben vereisten Kurve in der zweiten Wertungsprüfung aus.

In der WRC2-Klasse führt Eric Camilli im Škoda das Feld an. Beide Lancia-Fahrer wurden durch Zwischenfälle zurückgeworfen: Yohan Rossel beschädigte in der Auftaktprüfung ein Rad, während Nikolay Gryazin sich eine Aufhängung beschädigte.

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