Vorschau: Bathurst 12 Hour 2026

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Rekordfeld, neue Hersteller und Weltklassefahrer zum IGTC-Auftakt

Wenn am Mount Panorama Circuit in Bathurst die Startflagge zum Meguiar’s Bathurst 12 Hour fällt, beginnt nicht nur eines der prestigeträchtigsten GT-Langstreckenrennen der Welt – gleichzeitig markiert der australische Klassiker traditionell den Saisonauftakt der Intercontinental GT Challenge (IGTC). Die Ausgabe 2026 verspricht dabei eine der spannendsten und hochkarätigsten Veranstaltungen der vergangenen Jahre zu werden. Mit neuen Herstellern, einem Rekordaufgebot und zahlreichen internationalen Topfahrern steht ein richtungsweisender Auftakt für die globale GT3-Saison bevor.

Rekordfeld und internationale Vielfalt

Insgesamt 35 Fahrzeuge werden sich in den Klassen Pro, Pro-Am, Silver, Bronze, GT4 und Invitational dem zwölfstündigen Langstreckenrennen stellen. Besonders beeindruckend ist die internationale Dimension: 115 Fahrer aus 22 Nationen sind gemeldet. Darunter befinden sich neun ehemalige Gesamtsieger, die gemeinsam auf 15 Bathurst-Erfolge zurückblicken können.

Auch die Markenvielfalt ist bemerkenswert: Zwölf Hersteller sind insgesamt vertreten, zehn davon in der stark besetzten GT3-Kategorie. Neben etablierten Größen wie BMW, Ferrari, Mercedes-AMG, Porsche, Audi und Lamborghini sorgen insbesondere zwei prominente Neueinsteiger für Aufmerksamkeit. Ford und Chevrolet geben 2026 ihr Debüt in der Gesamtwertung der Intercontinental GT Challenge, während McLaren erstmals seit 2020 wieder mit GT3-Fahrzeugen in Bathurst antritt.

Neue Hersteller sorgen für frische Dynamik

Der Einstieg von Ford und Chevrolet markiert einen wichtigen Meilenstein für die Serie. Ford tritt mit dem neuen Mustang GT3 an, der sein Debüt auf einer der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt feiert. Das Fahrzeug wird von einem erfahrenen Fahreraufgebot pilotiert, das sowohl internationale Langstreckenerfahrung als auch lokale Streckenkenntnis vereint. Der Einsatz gilt als wichtiger Schritt im globalen GT3-Kundensportprogramm des Herstellers.

Auch Corvette betritt mit der Chevrolet Corvette Z06 GT3.R Neuland in Bathurst. Zwei Fahrzeuge werden eingesetzt, darunter ein Pro-Auto mit international besetztem Fahrertrio sowie ein Pro-Am-Entry mit starker regionaler Beteiligung. Der erste Auftritt der US-Sportwagenikone unterstreicht die wachsende Bedeutung der IGTC als globale Plattform für Herstellerengagement.

Mercedes-AMG mit starkem Großaufgebot

Besonders umfangreich fällt das Engagement von Mercedes-AMG aus. Insgesamt zehn Mercedes-AMG GT3 stehen auf der Nennliste – so viele wie nie zuvor bei den Bathurst 12 Hour. Sechs davon treten in der Pro-Kategorie an, weitere Fahrzeuge sind in Pro-Am und Bronze gemeldet.

Mit diesem Großaufgebot verfolgt Mercedes-AMG klar das Ziel, an frühere Erfolge anzuknüpfen und um den Gesamtsieg zu kämpfen. Die Marke zählt zu den erfolgreichsten Herstellern der vergangenen Jahre und gehört auch 2026 zu den Favoriten auf den Sieg am Mount Panorama.

Weltklassefahrer und bekannte Namen am Start

Das Fahrerfeld vereint zahlreiche der besten GT-Piloten der Welt. Mit Kelvin van der Linde und Augusto Farfus sind die amtierenden Bathurst-Gesamtsieger ebenso vertreten wie mehrere Gewinner großer Langstreckenklassiker, darunter die 24 Stunden von Spa und die 24 Stunden auf dem Nürburgring.

Auch der zweimalige Bathurst-Sieger Matt Campbell kehrt zurück und gehört zu den Kandidaten für den Gesamtsieg. Weitere prominente Namen wie Raffaele Marciello, Maro Engel, Lucas Auer und Alex Sims unterstreichen die außergewöhnliche Qualität des Teilnehmerfeldes.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt die Rückkehr von Valentino Rossi. Die MotoGP-Legende tritt erneut in Bathurst an, nachdem er im vergangenen Jahr einen starken zweiten Platz belegte.

Starke lokale Beteiligung und besondere Geschichten

Neben den internationalen Stars sind auch zahlreiche australische Topfahrer vertreten. Mehr als ein Viertel der aktuellen Teilnehmer der Repco Supercars Championship steht auf der Startliste, darunter Champion Chaz Mostert sowie weitere Spitzenfahrer wie Will Brown, Broc Feeney und Cameron Waters.

Eine besondere Geschichte schreibt zudem die Familie Quinn: Gleich drei Generationen treten gemeinsam mit einem Audi R8 an – ein seltenes und symbolträchtiges Beispiel für die Tradition und Faszination des Langstreckensports.

Auch der amtierende GT World Challenge Australia-Champion Brad Schumacher wird versuchen, seinen nationalen Erfolg mit einem starken Ergebnis beim Heimrennen zu untermauern.

Schlüsselrennen zum Auftakt der IGTC-Saison

Als erster von fünf Saisonläufen der Intercontinental GT Challenge kommt dem Bathurst 12 Hour traditionell große Bedeutung zu. Fahrer und Hersteller sammeln unabhängig von ihrer Klassenwertung wichtige Punkte für die Gesamtwertung der globalen Meisterschaft.

Die besonderen Herausforderungen der Strecke machen das Rennen zusätzlich anspruchsvoll. Der Mount Panorama Circuit ist bekannt für seine engen Passagen, schnellen Richtungswechsel und großen Höhenunterschiede. Hinzu kommen wechselnde Bedingungen zwischen Dunkelheit und Tageslicht, die Mensch und Material gleichermaßen fordern.

Spannung und richtungsweisender Saisonauftakt erwartet

Mit einem hochklassigen Fahrerfeld, neuen Herstellern und einem so großen Teilnehmerfeld wie seit Jahren nicht mehr verspricht das Bathurst 12 Hour 2026 einen spektakulären Start in die neue GT-Saison. Die Kombination aus erfahrenen Siegern, ambitionierten Neueinsteigern und internationaler Konkurrenz schafft ideale Voraussetzungen für ein spannendes und richtungsweisendes Rennen.

Bereits zum Saisonauftakt könnte sich zeigen, welche Hersteller und Fahrer im Titelkampf der Intercontinental GT Challenge eine entscheidende Rolle spielen werden. Fest steht: Der Langstreckenklassiker am Mount Panorama bleibt eines der wichtigsten und prestigeträchtigsten GT-Rennen weltweit – und auch 2026 stehen alle Zeichen auf Motorsport der Extraklasse.

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