{"id":2881,"date":"2017-12-14T12:05:01","date_gmt":"2017-12-14T11:05:01","guid":{"rendered":"http:\/\/slickpix.de\/curbs\/?p=2881"},"modified":"2017-12-14T12:05:01","modified_gmt":"2017-12-14T11:05:01","slug":"lotus-49","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/slickpix.de\/en\/stories\/lotus-49\/","title":{"rendered":"Die Baureihe Lotus 49\/49 B\/49 C"},"content":{"rendered":"<h2>Weg Weiser<\/h2>\n<p>Als die FIA in Paris nach f\u00fcnf Jahren Formel 1 mit maximal 1,5-Liter-Saugmotoren zu Beginn 1966 die Dreiliter-Formel 1 einf\u00fchrte, erwischte sie Lotus-Boss Colin Chapman auf dem falschen Fu\u00df \u2013 er hatte sie nie gewollt. \u201eIch hatte gehofft, man w\u00fcrde die Anzahl der Zylinder begrenzen, acht Zylinder h\u00e4tte das Maximum sein m\u00fcssen\u201c, offenbarte er seinerzeit dem britischen Motorsport-Journalisten Richard Garrett. \u201eWenn jetzt Honda und BRM mit zw\u00f6lf und 16 Zylindern kommen, kann man nicht behaupten, dass das Serienfahrzeug noch vom Formelwagen profitieren kann.\u201c Chapman, mit dessen Lotus-Climax V8-Versionen Jim Clark in der Eineinhalbliter-\u00c4ra zweimal Formel-1-Weltmeister geworden war, schluckte \u201edie Pille aus Paris\u201c m\u00fchsamer, behalf sich an der Front bis weit in die Saison 1966 hinein zun\u00e4chst mit aufgebohrten Zweiliter-Climax-Triebwerken im Lotus 33 f\u00fcr Star-Pilot Jim Clark. Da fehlten zu den Dreiliter-Aggregaten der Konkurrenz mindestens 50 PS, was Clark nur auf ausgesprochen kurvenreichen Strecken durch sein Fahrk\u00f6nnen noch in etwa ausgleichen konnte, zumeist nur in den Trainingsl\u00e4ufen, die Rennergebnisse wurden von Ausf\u00e4llen dominiert. Parallel setzte Lotus auch einen Typ 42 mit gekauftem Dreiliter-BRM H16 Zylinder unter Peter Arundell ein, aber dieser komplizierte, nominell sogar 400 PS starke Motor wog allein nicht weniger als rund 230 Kilogramm, wodurch das Wagengewicht des Lotus 42 bei rund 720 Kilogramm herauskam \u2013 schon von der Papierform her nicht wirklich konkurrenzf\u00e4hig. Der einzige Grand Prix-Sieg Jim Clarks 1966 dann mit diesem Auto in den USA war noch durch Konkurrenz-Ausf\u00e4lle beg\u00fcnstigt.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-2881 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/slickpix.de\/en\/lotus-49-jim-clark-lotus-49-ford-cosworth-dfv-zandvoort\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-jim-clark-lotus-49-ford-cosworth-dfv-zandvoort-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Kam, sah, siegte: Jim Clak im Lotus 49-Ford Cosworth DFV in Zandvoort 1967\" aria-describedby=\"gallery-1-2889\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-jim-clark-lotus-49-ford-cosworth-dfv-zandvoort-150x150.jpg 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-jim-clark-lotus-49-ford-cosworth-dfv-zandvoort-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2889'>\n\t\t\t\tKam, sah, siegte: Jim Clak im Lotus 49-Ford Cosworth DFV in Zandvoort 1967\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/slickpix.de\/en\/lotus-49-bill-brown-keith-duckworth-cosworth\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-bill-brown-keith-duckworth-cosworth-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Lotus 49: Das \u201eBaby\u201c wird begutachtet: Bill Brown und Keith Duckworth von Cosworth, beide links im Bild\" aria-describedby=\"gallery-1-2883\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-bill-brown-keith-duckworth-cosworth-150x150.jpg 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-bill-brown-keith-duckworth-cosworth-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2883'>\n\t\t\t\tDas \u201eBaby\u201c wird begutachtet: Bill Brown und Keith Duckworth von Cosworth, beide links im Bild\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/slickpix.de\/en\/lotus-49-maurice-philippe-keith-duckworth-graham-hill-mike-costin-colin-champan\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-maurice-philippe-keith-duckworth-graham-hill-mike-costin-colin-champan-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Lotus 49: Gerade einmal 30 Testrunden vor dem Deb\u00fct: Maurice Philippe, Keith Duckworth, Graham Hill, Mike Costin, Colin Chapman (v. li.)\" aria-describedby=\"gallery-1-2893\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-maurice-philippe-keith-duckworth-graham-hill-mike-costin-colin-champan-150x150.jpg 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-maurice-philippe-keith-duckworth-graham-hill-mike-costin-colin-champan-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2893'>\n\t\t\t\tGerade einmal 30 Testrunden vor dem Deb\u00fct: Maurice Philippe, Keith Duckworth, Graham Hill, Mike Costin, Colin Chapman (v. li.)\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Zu diesem Zeitpunkt war Colin Chapman hinter den Kulissen aber l\u00e4ngst sehr umtriebig gewesen. Er pflegte beste Beziehungen zu Ford, f\u00fcr die er hei\u00dfe und erfolgreiche Renntourenwagen auf Basis des Ford Cortina auf die R\u00e4der stellte, und zur Rennmotoren-Schmiede Cosworth, mit deren Triebwerken er seit Jahren seine Formel Junior-, dann Formel-2- und Formel-3-Lotus ausr\u00fcstete. Chapman \u00fcberzeugte Walter Hayes, Direktor f\u00fcr Public Relations bei Ford of Great Britain, davon, in die Entwicklung eines Dreiliter-F1-Motors zu investieren, was ihm insofern leichter fiel, als Hayes seit Amts\u00fcbernahme bei Ford 1962 innerhalb des Konzerns nicht m\u00fcde wurde, den Motorsport als imagef\u00f6rdernd zu propagieren. Nachdem Henry Ford II. in Detroit seinen Segen erteilt hatte, bot Walter Hayes Keith Duckworth \u2013 ehemals Getriebe-Ingenieur bei Lotus &#8211; und Mike Costin, den Inhabern von Cosworth, 100.000 britische Pfund f\u00fcr die \u00dcbernahme des Entwicklungsauftrages an. Sie akzeptierten unter der Bedingung, dass man sie in Ruhe arbeiten lie\u00dfe, denn zu diesem Zeitpunkt stand bei Cosworth gerade auch noch die Entwicklung des neuen 1,6-Liter-Triebwerks f\u00fcr die Formel 2 ab 1967 an. Im Juni 1966 war der Vertrag beiderseitig unterzeichnet, der die Konstruktion von Ford-Motoren f\u00fcr die Formeln 1 und 2 sowie auch das Tuning f\u00fcr die Ford-Serienproduktion beinhaltete. Die Fertigstellung des F1-Motors, den Chapman im ersten Jahr exklusiv erhielt, war f\u00fcr Mai 1967 geplant.<\/p>\n<p>\u201eWir haben lediglich versucht, auf die gleiche Leistung wie die anderen Konstrukteure zu kommen\u201c<br \/>\nColin Chapman w\u00fcnschte sich einen leichten, im Fahrzeugverbund mittragenden Dreiliter-Motor. Eine solche Konstruktion war seinerzeit f\u00fcr Cosworth schon eine sehr gro\u00dfe Herausforderung, denn bis dahin hatte die Rennmotoren-Schmiede noch keinen Motor komplett selbst gebaut, sondern nur Triebwerke \u00fcberarbeitet oder umgebaut, wohl aber bereits 1964 einen eigenen Zylinderkopf entwickelt. Duckworth und Costin entschieden sich f\u00fcr die Konstruktion eines 90 Grad-V8-Dreiliters aus zwei Zylinderbl\u00f6cken und Leichtmetall-zylinderk\u00f6pfen des 1966 f\u00fcr die Formel 2 entwickelten FVA-Motors mit vier Ventilen pro Zylinder und zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinderbank, montiert auf ein neu entwickeltes Kurbelgeh\u00e4use &#8211; Typbezeichnung DFV f\u00fcr Double Four Valve, doppelter Vierventilmotor. Dabei erwies sich der in einem St\u00fcck gegossene Aluminiumblock als so verwindungssteif, dass er als tragendes Element im Chassis dienen konnte. Das Aggregat fiel vergleichsweise \u00fcberaus kompakt und auch leicht aus, nur etwas \u00fcber einen halben Meter lang, keine 70 Zentimeter breit und keine 170 Kilogramm schwer. Und in punkto Leistung lag der Motor mit 410 PS bei 9.000\/min schon 1967 voll auf der H\u00f6he der Zeit. \u201eWir haben lediglich versucht, auf die gleiche Leistung zu kommen wie die anderen Konstrukteure, nur mit einem leichteren und k\u00fcrzeren Motor\u201c, untertrieb Keith Duckworth beinahe die Cosworth-F\u00e4higkeiten bei der Vorstellung des Triebwerks. \u201eDamit konnte man nun auch den Wagen leichter und k\u00fcrzer bauen.\u201c<br \/>\n<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-2881 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/slickpix.de\/en\/lotus-49-jo-siffert-rob-walker-lotus-49-brands-hatch\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-jo-siffert-rob-walker-lotus-49-brands-hatch-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Ein \u00fcberraschender Sieg: Jo Siffert mit dem Rob Wal-ker-Lotus 49 in Brands Hatch 1968\" aria-describedby=\"gallery-2-2890\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-jo-siffert-rob-walker-lotus-49-brands-hatch-150x150.jpg 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-jo-siffert-rob-walker-lotus-49-brands-hatch-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2890'>\n\t\t\t\tEin \u00fcberraschender Sieg: Jo Siffert mit dem Rob Wal-ker-Lotus 49 in Brands Hatch 1968\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/slickpix.de\/en\/lotus-49-graham-hill-spanien\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-graham-hill-spanien-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Lotus 49: Auf seinen Schultern lastete 1968 die Verantwortung im Titelkampf: Graham Hill siegt hier in Spanien\" aria-describedby=\"gallery-2-2888\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-graham-hill-spanien-150x150.jpg 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-graham-hill-spanien-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2888'>\n\t\t\t\tAuf seinen Schultern lastete 1968 die Verantwortung im Titelkampf: Graham Hill siegt hier in Spanien\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/slickpix.de\/en\/lotus-49-graham-hill-spa\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-graham-hill-spa-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Lotus 49: Der wohl gr\u00f6\u00dfte Pechvogel in der Saison 1967: Graham Hill, hier in Spa\" aria-describedby=\"gallery-2-2887\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-graham-hill-spa-150x150.jpg 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-graham-hill-spa-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-2887'>\n\t\t\t\tDer wohl gr\u00f6\u00dfte Pechvogel in der Saison 1967: Graham Hill, hier in Spa\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n<br \/>\nSofort der Wagen, den es zu schlagen galt Rund um diesen Motor konstruierte Colin Chapman mit dem Lotus 49 einen Formel-1-Rennwagen, der ziemlich genau das seinerzeit vom Reglement her erlaubte Mindestgewichtslimit von 500 Kilogramm traf! Damit setzte er \u2013 schon Wegbereiter mit Einf\u00fchrung des ersten Monocoques im Lotus 25 1962 &#8211; einen weiteren Meilenstein in der Formel-1-Geschichte: den voll tragend in das Chassis integrierten Motor, direkt angeschraubt an die R\u00fcckwand des Monocoques, auch zur Aufnahme des angeflanschten ZF-F\u00fcnfganggetriebes mitsamt Hinterachse. Die Zelle dieses im Konkurrenz-Vergleich zierlich wirkenden Lotus wurde als geschlossene, doppelwandige Leichtmetall-Schale mit zwei Haupt- und zwei Nebenspanten aufgebaut. Die vorderen Aufh\u00e4ngungen entsprachen im Prinzip der des Lotus 25, oben als Hebel auf die im Wageninnern liegenden koaxial angeordneten Federungs- und D\u00e4mpfungselemente wirkende Profilquerlenker aus verschwei\u00dftem Stahlblech und unten Dreieckslenker auf breiter Basis. Die Kupplungsseite des Motors ber\u00fccksichtigte die Verankerung einer Rohrkonstruktion zur Aufnahme der hinteren Radaufh\u00e4ngung. Der angesetzte \u201eRohrrahmen\u201c bestand aus zwei Dreiecksverb\u00e4nden und bildete  die Anlenkpunkte der einfachen oberen Querlenker und der unteren Dreiecksquerlenker.<\/p>\n<p>Mit diesem Auto konnte Lotus erst beim dritten Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft 1967, dem Grand Prix  Niederlande in Zandvoort, angreifen, aber es war sofort der Wagen, den es zu schlagen galt. Graham Hill, nach sieben Jahren f\u00fcr BRM (Weltmeister 1962) zu Lotus zur\u00fcckgekehrt, markierte nach nur rund 30 Testrunden zuvor eine \u00fcberlegene Trainingsbestzeit in Zandvoort, eine halbe Sekunde vor Dan Gurney im Eagle-Weslake V12. Jim Clark, dessen Lotus 49 vor Zandvoort noch keinen Meter gelaufen war, begann den Grand Prix verhaltener von Startplatz acht. Nach Hills Ausfall mit Ventilschaden im Rennen in F\u00fchrung liegend setzte sich Clark hier dann aber gegen die Konkurrenz durch und siegte \u00fcberlegen vor den Brabham-Repco des amtierenden Weltmeisters Jack Brabham und Denis Hulmes \u2013 Sieg von Auto und Motor gleich beim Deb\u00fct!Von da an stand bei jedem weiteren WM-Lauf 1967 ein Lotus 49-Ford Cosworth DFV V8 auf der Pole Position, und in jedem Rennen f\u00fchrte das Auto auch. Jim Clark gewann noch die Grands Prix von Gro\u00dfbritannien, USA (hier Doppelsieg Clark\/Hill) und Mexiko, mehr Rennen als jeder andere in diesem Jahr. Dass es ihm und noch viel weniger Graham Hill, dem wohl gr\u00f6\u00dften Pechvogel des Jahres, dennoch nicht zum Titelgewinn reichte, lag an einer gewissen Unzuverl\u00e4ssigkeit der Konstruktion &#8211; Schaltung, Differenzial, Antriebswellen und wiederholt Aufh\u00e4ngungsbr\u00fcche, konsequenter wie fragiler Leichtbau. Durch einen Motorschaden verlor Graham Hill auch den Sieg im Grand Prix Italien in Monza.<br \/>\n<div id='gallery-3' class='gallery galleryid-2881 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-graham-hill-lotus-49b-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Da noch mit dem \u201ewackeligen\u201c hohen Heckfl\u00fcgel unterwegs: Graham Hill im Lotus 49 B beim \u201eRace of the Champions\u201c in Brands Hatch 1969\" aria-describedby=\"gallery-3-2885\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-graham-hill-lotus-49b-150x150.jpg 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-graham-hill-lotus-49b-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-2885'>\n\t\t\t\tDa noch mit dem \u201ewackeligen\u201c hohen Heckfl\u00fcgel unterwegs: Graham Hill im Lotus 49 B beim \u201eRace of the Champions\u201c in Brands Hatch 1969\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-jochen-rindt-colin-chapman-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Der schnellste Mann 1969\/70 im Lotus 49 B und Jochen Rindt (li.), hier mit Colin Chapman\" aria-describedby=\"gallery-3-2892\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-jochen-rindt-colin-chapman-150x150.jpg 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-jochen-rindt-colin-chapman-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-2892'>\n\t\t\t\tDer schnellste Mann 1969\/70 im Lotus 49 B und Jochen Rindt (li.), hier mit Colin Chapman\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-jochen-rindt-brands-hatch-lotus-49c-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Letzter Grand Prix-Sieger in einem Lotus der Baureihe 49: Jo-chen Rindt, hier im Typ 49 C als Zweiter in Brands Hatch 1970\" aria-describedby=\"gallery-3-2891\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-jochen-rindt-brands-hatch-lotus-49c-150x150.jpg 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-jochen-rindt-brands-hatch-lotus-49c-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-2891'>\n\t\t\t\tLetzter Grand Prix-Sieger in einem Lotus der Baureihe 49: Jo-chen Rindt, hier im Typ 49 C als Zweiter in Brands Hatch 1970 \n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n<br \/>\nWM-Titelgewinn durch Graham Hill 1968 Als Clark und Hill dann am Neujahrstag 1968 mit einem weiteren Doppelsieg im s\u00fcdafrikanischen Grand Prix in Kyalami in die neue Formel-1-Saison starteten, war die Lotus-Welt noch in Ordnung. Dann verungl\u00fcckten Jim Clark am 7. April bei einem Formel-2-Rennen in Hockenheim und Mike Spence am 7. Mai im Lotus 56 Allrad mit Gasturbine im Indy-Qualifying t\u00f6dlich, das Team war am Boden zerst\u00f6rt. Nun lastete die fahrerische Verantwortung im Kampf um die WM auf den Schultern des inzwischen 39-j\u00e4hrigen Graham Hill \u2013 und er trug sie bewundernswert. Gleich den zweiten WM-Lauf im spanischen Jarama gewann er noch mit dem Lotus 49. In Monaco pr\u00e4sentierte Chapman die Nachfolge-Version 49 B mit zahlreichen Detail\u00e4nderungen schon in den Bereichen R\u00e4der, Bremsen, Federung und D\u00e4mpfung sowie Hilfsrahmen. Hinten bestand zwischen Motor und Aufh\u00e4ngungen nur noch eine indirekte Verbindung \u00fcber den Getriebeflansch, Kurbelgeh\u00e4use und Zylinderk\u00f6pfe waren nicht mehr zur Abst\u00fctzung herangezogen. Der Radstand war rund f\u00fcnf Zentimeter l\u00e4nger, das ZF-F\u00fcnfganggetriebe durch eins von Hewland ersetzt. \u00c4u\u00dferlich wies der 49 B erste aerodynamische Hilfsmittel f\u00fcr mehr Abtrieb in Form von Frontfl\u00fcgeln und einer nach oben gezogenen Heckverkleidung auf (sp\u00e4ter folgten hinten hohe Heckfl\u00fcgel). Graham Hill siegte damit \u2013 auch beim Deb\u00fct &#8211; nach Pole Position  im Grand Prix Monaco und f\u00fchrte deutlich in der WM-Zwischenwertung. Aber er hatte in der Folge in Spa-Francorchamps, Rouen, Brands Hatch und Monza auch  wieder teils Lotustypische Defekte auszuhalten, festgegangenes Kreuzgelenk, Br\u00fcche der Achswelle, Hinterradaufh\u00e4ngung oder eines Rades. Mit zweiten Pl\u00e4tzen am  N\u00fcrburgring und in Watkins Glen sowie  einem vierten im kanadischen St. Jovite  hielt er aber auch stets die Tabellenf\u00fchrung. Und mit seinem dritten Saisonsieg  im Schlusslauf 1968, beim Grand Prix von  Mexiko, fuhr er seinen zweiten und den ersten Titelgewinn auch durch einen Ford Cosworth DFV nach Hause. Einen f\u00fcnften Grand Prix-Saisonsieg f\u00fcr den Lotus 49 hatte etwas \u00fcberraschend der Schweizer Jo Siffert im Rob Walker-Auto nach hartem Duell mit Chris Amon im Ferrari Tipo 312 im britischen Grand Prix in Brands Hatch errungen.<\/p>\n<h3>Formel-1-Siege der Baureihe noch bis 1971 \u2013 und Titelgewinne in S\u00fcdafrika<\/h3>\n<p>\u201eIch wei\u00df, dass ich bei Brabham sicherer bin, weil Jack den gleichen Wagen f\u00e4hrt, aber ich will Weltmeister werden.\u201c So motivierte der aufstrebende Jochen Rindt seinen Wechsel in das Lotus-Werksteam 1969, wodurch hier das Fahrerteam wieder deutlich verst\u00e4rkt wurde. Mehr noch als das kaufte Rindt vom Tempo her dem amtierenden Weltmeister Graham Hill eigentlich auch gleich den Schneid ab, stellte in f\u00fcnf von elf Grands Prix den Lotus 49 B-Ford Cosworth V8 auf die Pole Position und insgesamt achtmal in die erste Startreihe. Aber auch er verlor 1969 drei m\u00f6gliche Grand Prix-Siege durch Defekte \u2013 Gleichlaufgelenk in Zandvoort, linke Endscheibe des Heckfl\u00fcgels gel\u00f6st in Silverstone, ganz zu schweigen vom zweifelhaften H\u00f6hepunkt der Saison in Barcelona: Sowohl Rindt als auch Hill beide vornweg dem restlichen Feld erlitten innerhalb weniger Runden durch zusammenbrechende, noch hohe Heckfl\u00fcgel ausgerechnet bei Vollgas \u00fcber eine Sprungkuppe an derselben Stelle schwere Unf\u00e4lle. Verletzt musste Jochen Rindt im folgenden Monaco-Grand Prix, bei dem die hohen Heckfl\u00fcgel verboten wurden, pausieren. Diesen wiederum gewann Graham Hill, sein letzter Grand Prix-Sieg \u00fcberhaupt und f\u00fcnfter in Monaco, w\u00e4hrend der Lotus 49 B auch Jochen Rindt 1969 noch ein Trostpflaster bot \u2013Sieg im mit 50.000 US-Dollar Siegpr\u00e4mie h\u00f6chstdotierten Grand Prix des Jahres in den USA, Rindts erster Grand Prix-Sieg \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Nur geringf\u00fcgig modifiziert lief der Lotus 49 dann 1970 noch in einer C-Version, bis er im Werksteam bald und bei Rob Walker sp\u00e4ter im Jahr durch den revolution\u00e4ren Lotus 72 abgel\u00f6st wurde, seine Tage waren gez\u00e4hlt. Einen kaum noch f\u00fcr m\u00f6glichen gehaltenen Grand Prix-Sieg mit dem 49 C errang Jochen Rindt nach einer Hetzjagd auf den f\u00fchrenden Jack Brabham beim Grand Prix von Monaco 1970, als Letzterer beim Anbremsen der \u201eGasometer-Kurve\u201c in der letzten Runde geradeaus in die Streckenbegrenzung schlidderte und Rindt hinter ihm durchschl\u00fcpfte. Letzter Sieger in einem gekauften und privat eingesetzten Lotus 49 C-Ford Cosworth DFV V8 war der in England geborene S\u00fcdafrikaner Dave Charlton 1971 in der s\u00fcdafrikanischen Formel-1-Meisterschaft, ehe er in jenem Jahr dort auch auf den Lotus 72 umstieg. Sowohl 1970 mit dem 49 C als auch 1971 mit beiden Modellen gewann er diesen Meistertitel.<br \/>\n<div id='gallery-4' class='gallery galleryid-2881 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-graham-hill-rob-walker-lotus-49c-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Die Farben gewechselt: Graham Hill 1970 im Rob Walker-Lotus 49 C\" aria-describedby=\"gallery-4-2886\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-graham-hill-rob-walker-lotus-49c-150x150.jpg 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-graham-hill-rob-walker-lotus-49c-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-4-2886'>\n\t\t\t\tDie Farben gewechselt: Graham Hill 1970 im Rob Walker-Lotus 49 C\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-dave-charlton-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Erfolgreicher Privatier im Lotus 49 C: Dave Charlton\" aria-describedby=\"gallery-4-2884\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-dave-charlton-150x150.jpg 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/lotus-49-dave-charlton-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-4-2884'>\n\t\t\t\tErfolgreicher Privatier im Lotus 49 C: Dave Charlton\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weg Weiser Als die FIA in Paris nach f\u00fcnf Jahren Formel 1 mit maximal 1,5-Liter-Saugmotoren zu Beginn 1966 die Dreiliter-Formel 1 einf\u00fchrte, &#8230; <a title=\"Die Baureihe Lotus 49\/49 B\/49 C\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/slickpix.de\/en\/stories\/lotus-49\/\" aria-label=\"Read more about Die Baureihe Lotus 49\/49 B\/49 C\">Read more<\/a><\/p>","protected":false},"author":12,"featured_media":2894,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[258,81],"tags":[649,650,651,652,653,654,655],"photographer":[],"class_list":["post-2881","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-redaktionsauswahl","category-stories","tag-colin-chapman","tag-cosworth","tag-cosworth-dfv-motor","tag-formel-3-lotus","tag-jochen-rindt","tag-lotus-4949-b49-c","tag-peter-arundell","generate-columns","tablet-grid-50","mobile-grid-100","grid-parent","grid-50"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - 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