{"id":1438,"date":"2016-05-24T14:08:57","date_gmt":"2016-05-24T12:08:57","guid":{"rendered":"http:\/\/slickpix.de\/curbs\/?p=1438"},"modified":"2016-05-24T14:08:57","modified_gmt":"2016-05-24T12:08:57","slug":"formel-vau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/slickpix.de\/en\/stories\/formel-vau\/","title":{"rendered":"Formel Vau: Die Formcar-Story"},"content":{"rendered":"<h2>Die Renaissance der Formel Vau<\/h2>\n<p>Als er seinen Firmensitz nach Jacksonville in Florida verlegte, machte er seine bisherige Telexadresse BRUMOS gleich zum Firmennamen. Die Umsetzung seiner Idee eines kosteng\u00fcnstigen Rennwagens aber war f\u00fcr ihn ein zu steiniger Weg. Er beauftragte zun\u00e4chst den bekannten Rennwagen-Designer Enrico Nardi (bei uns eher bekannt durch die Nardi-Lenkr\u00e4der) aus Italien und stellte ihm f\u00fcr seine Entw\u00fcrfe einen nagelneuen 1200er K\u00e4fer zur Verf\u00fcgung. Das Resultat des Formel Junior mit VW-Technik war ern\u00fcchternd, der Wagen unhandlich und langsam. Daran konnte auch der engagierte Profifahrer Bill Bencker junior durch Abstimmungsarbeiten nichts \u00e4ndern. Zu allem \u00dcberfluss flatterte dem r\u00fchrigen Hobbyrennfahrer Brundage aus Wolfsburg auch noch eine Abmahnung ins Haus mit der eindeutigen Aufforderung, diese Aktivit\u00e4ten mit Volkswagen-Teilen zu unterlassen.<\/p>\n<p><div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1438 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Formel Vau Auto in Roh\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-150x150.png 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-regen-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Formel Vau: Gro\u00dfer Preis der Solitude 1965\" aria-describedby=\"gallery-1-1487\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-regen-150x150.png 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-regen-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1487'>\n\t\t\t\tGro\u00dfer Preis der  Solitude 1965\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-cockpit-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Formel Vau Cockpit 1965\" aria-describedby=\"gallery-1-1488\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-cockpit-150x150.png 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-cockpit-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1488'>\n\t\t\t\tFormel Vau Cockpit 1965\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-work1-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Formel Vau Auto 1965 im Hof von Werk 1 bei Porsche (links)\" aria-describedby=\"gallery-1-1484\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-work1-150x150.png 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-work1-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1484'>\n\t\t\t\tFormel Vau Auto 1965 im Hof von  Werk 1 bei Porsche (links)\n\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n<br \/>\nEntnervt verkaufte Hubert L. Brundage die beiden bis zu diesem Zeitpunkt gefertigten Prototypen zu einem symbolischen Preis von einem Dollar an den Luftwaffen-Colonel und SCCA-Funktion\u00e4r George Smith und an William \u201eBill\u201c Duckworth aus Orlando in Florida. Dieser galt als begnadeter Mechaniker und hatte eine eigene Werkstatt. Ebenfalls getrieben von der Idee einer bezahlbaren Rennserie gr\u00fcndeten beide im Juli 1962 die Firma Formcar in der West Robinson Avenue 1229. Smith, Pr\u00e4sident der neuen Firma, nutzte sein Engagement in dem amerikanischen Motorsportverband Sports Car Club of America, kurz SCCA, um Interessenten zu generieren. Duckworth, Vize-Pr\u00e4sident und Produkt-Manager, konstruierte einen Rahmen und lie\u00df das Kunststoffkleid von Don Stuart und Georg Taylor, ebenfalls aus Orlando, fertigen. Es war dem Porsche Formel-2-Rennwagen nachempfunden. Der Prototyp entstand in einer kleinen Ecke in der Fahrzeug-Reparatur-Werkstatt von Duckworth. Die weiteren drei und somit ersten \u201eSerien\u201c-Fahrzeuge (62-2, 62-3 und 62-4) folgten nach ausgiebigen Tests mit dem Prototypen und wurden im November und Dezember 1962 f\u00fcr jeweils 2.495 US-Dollar \u2013 und zwar rennfertig \u2013 verkauft. Diese ersten Fahrzeuge wurden komplett in Handarbeit von Duckworth pers\u00f6nlich gefertigt. Den Prototypen mit der Nummer 62-1 kaufte Robert C. Smith von Atlantic Beach in Florida. Nummer vier existiert noch und wurde vor knapp einem Jahr von Woodstock nach Deutschland verkauft. Um praktisch jedem den Einstieg in den Motorsport zu erm\u00f6glichen, bot die junge Firma schlie\u00dflich einen Kit ohne VW-Komponenten (Motor, Getriebe, Achsen) f\u00fcr nur 945 Dollar an, ein kompletter Bausatz schlug gerade einmal mit 1.995 US-Dollar zu Buche.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1478 size-medium\" src=\"https:\/\/curbs-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-formcar-constructions-300x247.png\" alt=\"Formel Vau Formcar Constructors\" width=\"300\" height=\"247\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-formcar-constructions-300x247.png 300w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-formcar-constructions-768x632.png 768w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-formcar-constructions.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Die ersten drei Serienfahrzeuge hatten kurz nach ihrer Fertigstellung ein erfolgreiches Renn-Deb\u00fct auf dem Effingham Raceway in Georgia. Die Vaus starteten am Ende des Feldes hinter Rennern vom Schlage Porsche 356, Triumph TR 3, AustinHealeys 100\/4 und 3000 sowie Sunbeam Alpines, also Fahrzeugen mit gr\u00f6\u00dftenteils \u00fcber 100 PS. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als alle drei Formcars mit ihren bescheidenen 34 PS am Ende des Rennens die Pl\u00e4tze eins bis drei belegten. Fortan starteten die Formel Vaus bei Veranstaltungen mit gemischten Starterfeldern immer vorneweg.<\/p>\n<p>Der erste Rennerfolg brachte die Monoposti auf die Titelseite des damals ma\u00dfgeblichen MotosportMagazins SportsCar \u2013 mit dem Resultat, dass Formcar Constructors Inc. von Anfragen so \u00fcberh\u00e4uft wurde, dass Duckworth seinen florierenden Reparatur-Betrieb schloss und sich ganz auf den Bau von Rennwagen konzentrierte. Kurze Zeit darauf hatte er f\u00fcnf Mitarbeiter und das Unternehmen zog in gr\u00f6\u00dfere R\u00e4umlichkeiten in die Central Avenue. In Folge wurden zw\u00f6lf Verkaufsstellen definiert und mit Burgess Enterprises of Denver in Colorado ein etablierter Betrieb als Kooperationspartner hinzugenommen, um f\u00fcr die Westk\u00fcste Fahrzeuge zu fertigen und zu verkaufen. Bestellungen kamen inzwischen auch aus Deutschland, England, Holland, Frankreich, Schweden, Italien, \u00d6sterreich und der Schweiz.<\/p>\n<p>Eine eigene Rennserie war nun folgerichtig. Mit Hilfe der SCCA wurde ein Reglement festgelegt und schlie\u00dflich die Formula Vee Racing Association gegr\u00fcndet. Von 1964 an wurden in den USA reine Formel Vau-Rennen ausgetragen. Nun waren die wichtigsten Eckdaten geschaffen, und es kam Schwung in die neue Szene.<\/p>\n<h3>Porsche holte die ersten Formcars nach Europa<\/h3>\n<p>Die Rennbegeisterung in den USA sorgte auch in Europa f\u00fcr Aufsehen. Die klassische Form des Motorsports mit Monoposti war vor allem in Deutschland nach dem R\u00fcckzug von Mercedes-Benz immer unbedeutender geworden, und es wurde in den 60er Jahren f\u00fcr die Nachwuchsrennfahrer sehr wenig getan, was Huschke von Hanstein &#8211; vor allem auch in seiner Funktion als ONS-Pr\u00e4sident &#8211; sehr beunruhigte. W\u00e4hrend einer Amerika-Reise im Jahr 1964 \u00fcberzeugten sich Firmenchef Ferry Porsche, Rennleiter Huschke von Hanstein und Werksfahrer Edgar Barth von der Attraktivit\u00e4t der V-Rennwagen. Porsche bestellte spontan zwei komplette Renner von den beiden f\u00fchrenden Marken, einen \u201eFormcar\u201c und einen \u201eBeach Racing Car\u201c, um die Fahrzeuge ausgiebig zu testen und die M\u00f6glichkeiten einer Nachwuchs-Rennserie in Deutschland auszuAndere Hersteller wie Autodynamics von Ray Caldwell und Beach von Gene Beach, die Lynx Car Company von Bob Riley und John Mills sowie Zink von Ed Zink stellten ebenfalls in k\u00fcrzester Zeit Monoposti auf die R\u00e4der. Bis ins Jahr 1966 wurde Formel Vee zur erfolgreichsten Rennserie f\u00fcr Monoposti in den USA. Diese Rennen waren so beliebt, dass sogar Grand-Prix-Fahrer mitgefahren sind, allen voran Dan Gurney, der in Florida im Jahr 1963 sogar ein Rennen gewann. Auch Schauspieler wie Steve McQueen kletterten ins Cockpit der Vaus. Er wurde am 3. M\u00e4rz 1963 Zweiter bei der SCCA Divisional Fernandina Beach f\u00fcr Tourenwagen und GT-Fahrzeuge, erg\u00e4nzt durch Monoposti. Die Firma Formcar wurde nach dem Bau von rund 250 Fahrzeugen beziehungsweise Baus\u00e4tzen im Jahr 1966 geschlossen. Der Grund: Reglement-\u00c4nderungen durch die Drivers Association lie\u00dfen die Kosten f\u00fcr die Monoposti steigen, was zunehmend weniger der Vision von Bill Duckworth entsprach, kosteng\u00fcnstige Monoposti anzubieten. Zudem erh\u00f6hten die zahlreichen Anbieter den Kostendruck. loten. Dieser Schritt ist vor dem Hintergrund umso erstaunlicher, dass Porsche mit dem Modellwechsel vom 356 zum 911 bereits an der Kapazit\u00e4tsgrenze war.<\/p>\n<p>Zehn weitere Renner wollte Porsche bis zum Eberbacher Bergrennen am 15. Mai 1965 in Baus\u00e4tzen (jeweils f\u00fcnf Formcars und f\u00fcnf Beach Cars) importieren und im Werk 1 fertigstellen. Zur\u00fcck in Deutschland war auch von Hansteins emsigster Mitstreiter, der Motorsportjournalist Richard von Frankenberg, der sich ebenfalls f\u00fcr die Nachwuchsf\u00f6rderung engagierte. Das erste Formcar in Deutschland, welches sich seit 15 Jahren im Besitz des Autors dieses Beitrags befindet, hatte anfangs sogar noch Porsche-R\u00e4der. Der Umbau erfolgte noch vor dem ersten Rennen auf dem Norisring, da das Reglement originale VW-R\u00e4der und Bremsen vorgab.<\/p>\n<p><div id='gallery-2' class='gallery galleryid-1438 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-regen-start-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Formel Vau Start im Regen 1965\" aria-describedby=\"gallery-2-1481\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-regen-start-150x150.png 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-regen-start-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-1481'>\n\t\t\t\tFormel Vau Start\nim Regen 1965 \n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-innsbruck-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Die junge Formel Vau startet 1965 in Innsbruck.\" aria-describedby=\"gallery-2-1480\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-innsbruck-150x150.png 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-innsbruck-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-1480'>\n\t\t\t\tDie junge Formel Vau startet 1965 in Innsbruck.\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-herbert-linge-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Porsche-Werks-leiter Herbert Linge, 1964 als Formel Vau Tester mit dabei\" aria-describedby=\"gallery-2-1479\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-herbert-linge-150x150.png 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-herbert-linge-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-1479'>\n\t\t\t\tPorsche-Werks-leiter Herbert Linge, 1964 als Tester mit dabei\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-Solitude-150x150.png\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Die Formel Vau bei der Solitude 1965\" aria-describedby=\"gallery-2-1482\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-Solitude-150x150.png 150w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-Solitude-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-1482'>\n\t\t\t\tDie Formel Vau bei der Solitude 1965\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n<br \/>\nUm der Nachwuchsklasse einen professionellen Auftritt zu geben, kaufte Porsche f\u00fcr jeden Monoposto einen VW Pritschenwagen vom Typ T1, welcher in dem damaligen Porsche-Rot lackiert war und links und rechts auf den T\u00fcren den Porsche-Schriftzug trug. Alle T 1 wurden mit ebenfalls in rot lackierten Anh\u00e4ngern der Marke Westfalia erg\u00e4nzt. Die VW-Busse fanden bereits in den 50er Jahren f\u00fcr den Transport von Rennwagen der Typen 356, 550 und Formel 2 Verwendung.<\/p>\n<p>Doch der Reihe nach. Die ersten Testfahrten mit den ersten beiden Vau-Rennern fanden in Weissach auf der sogenannten Kreisbahn durch Huschke von Hanstein, Richard von Frankenberg sowie Werksleiter Herbert Linge statt. Das Magazin hobby befragte den Rennbaron nach den Tests (f\u00fcr die Ausgabe 10\/1965, publiziert am 5. Mai 1965), ob die V-Wagen attraktiv genug w\u00e4ren, um den Nachwuchs wirklich zu reizen und ob begeisterte Sportfahrer nicht einen schnellen Tourenwagen bevorzugen w\u00fcrden. Von Hanstein antwortete: \u201eNein, denn es ist doch ein gro\u00dfer Unterschied, ob man mit einem Tourenwagen f\u00e4hrt oder mit einem richtigen Monoposto. Und die V-Wagen sind echte Rennwagen. Was ihnen an Spitzengeschwindigkeit fehlt, ersetzen sie durch gute Stra\u00dfenlage. Bei Tests auf der Kreisbahn waren sie etwa so schnell wie ein Rennsport-Carrera 904!\u201c<\/p>\n<p>Noch vor dem Deb\u00fct in Eberbach pr\u00e4sentierte Porsche die beiden ersten Monoposti ausgesuchten Magazinen wie auto motor und sport, hobby und der Guten Fahrt.<\/p>\n<h3>Das erste Jahr<\/h3>\n<p>Im Jahr 1965, genaugenommen am 15. Mai 1965 anl\u00e4sslich des Bergrennens in Eberbach, wurde die Nachwuchsformel erstmals dem Publikum pr\u00e4sentiert. F\u00fcr die Presse gab es im Werk bereits eine kleinere Vorstellung mit Eva Maria Falk, der Rallye-Beifahrerin von Evy Rosqvist. Am N\u00fcrburgring, auf dem Rossfeld, am Norisring, in Innsbruck, Wien-Aspern, Zandvoort und auf der Solitude hatten die Formel-V-Rennen das europ\u00e4ische Deb\u00fct. Die Rundenzeiten lie\u00dfen auch die letzten Zweifler aufhorchen und bewiesen, dass mit einem relativ preiswerten Fahrzeug echter Motorsport betrieben werden konnte.<\/p>\n<h3>Die Modellchronik<\/h3>\n<p>Es gab drei Modellreihen an Formcars. Im Jahr 1962 wurden ein Prototyp und drei Komplettfahrzeuge unter der Bezeichnung Mark I gebaut. Auch die 1963 gebauten Fahrzeuge wurden noch als Mark I ausgeliefert. Erst 1964 kam die Serie Mark II, mit ganz wenigen Modifikationen wie einer leicht abge\u00e4nderten Heckpartie und anderen R\u00fcckspiegeln. Auch der Wechsel zu den Mark III-Fahrzeugen ab 1965 erfolgte mit nur leichten Modifikationen. Hinzu geh\u00f6rten haupts\u00e4chlich die seitlich verl\u00e4ngerten Scheiben sowie seitliche Luftzuf\u00fchrungen zum Triebwerk. Auf den Fotos der Porsche-Armada lassen sich diese Unterschiede sehr sch\u00f6n erkennen. Das von Ferry Porsche bereits 1964 importierte Komplettfahrzeug hatte noch keine seitliche Luftzufuhr und nur eine kleine Frontscheibe. Zudem war nur bei diesem Fahrzeug der \u00dcberrollb\u00fcgel in schwarz lackiert, die anderen f\u00fcnf im Jahr 1965 montierten Fahrzeuge hatten einen \u00dcberrollschutz in grau.<\/p>\n<p>Dass es Formcars mit 356-Motoren gegeben haben soll, ist nicht \u00fcberliefert. Sollte es so ein Fahrzeug gegeben haben, geht dies auf eine Privatinitiative zur\u00fcck und hat nicht mit Porsche selbst zu tun. Die Verwendung von Porsche-R\u00e4dern und Porsche-Bremsen hingegen hat es bei fr\u00fchen Fahrzeugen gegeben. Die Umr\u00fcstung auf VW-Komponenten musste erst dann erfolgen, als reine Vau-Rennen nach Reglement (in den USA ab 1964 und in Deutschland ab 1966) ausgetragen wurden. Der erste von Ferry Porsche importierte, noch im Originalzustand existierende Wagen hatte anfangs noch Porsche-R\u00e4der montiert, wie sehr sch\u00f6n auf den Fotos der ersten Testfahrten zu sehen ist.<\/p>\n<p>Zur Erg\u00e4nzung: Porsche 356-Super 90-Motoren in Vaus gab es von der amerikanischen Marke Autodynamics. Wahrscheinlich wurden neun Fahrzeuge f\u00fcr die sogenannte Formula B bis 1600 ccm gebaut, und Porsche selbst soll Fahrzeuge gekauft und bei Bergrennen eingesetzt haben.<\/p>\n<h3>Portr\u00e4t William Duckworth<\/h3>\n<p>William \u201eBill\u201c Duckworth Geh\u00f6rt Zu Den Menschen, Welche Ihre Vision Zu Lebzeiten Umsetzen Konnten. Er Tr\u00e4umte Von Einer Bezahlbaren Rennserie Mit Monoposti-Rennwagen. Er Ist Der Vater Der Erfolgsklasse Formel Vau. William Wurde 1912 In Orlando Als Sohn Eines Richters Geboren. Schon Als Kleiner Junge War Er Von Technik Fasziniert, Baute Sich Bereits Als Teenager Sein Erstes Fahrzeug Und Machte Die Strassen Von Orlando Unsicher. Das Fahrzeug War So Schnell, Dass Der Ortsans\u00e4ssige Polizist \u201eBulldog\u201c Mit Seiner Harley-Davidson Keine Chance Hatte, Den Kleinen Bill In Flagranti Zu Erwischen. Er Lauerte Ihm Schliesslich Zu Hause Auf. Bill Verlegte Seine Motorsport-Ambitionen Daraufhin Auf Offroad-Pisten Und Er\u00f6ffnete Bereits Als Junger Mann Eine Reparaturwerkstatt F\u00fcr Automobile Auf Dem Edgewater Drive In Orlando.<\/p>\n<p>1936 Heiratete Er Die Farmerstochter Barbara Cheney. F\u00fcr Bill War Der Zeitpunkt Gekommen, Seine Motorsport-Aktivit\u00e4ten Ruhiger Und Geordneter Anzugehen. Die Familie R\u00fcckte In Den Vordergrund, Und Sie Bekamen Zwei T\u00f6chter Und Einen Sohn. Mitte Der 50Er Jahre Nahmen Barbara Und Er Gemeinsam An Verschiedenen Rallyes Teil. Nach Und Nach Kamen Verschiedene Bergrennen Hinzu, Welche Sich Aufgrund Der Langen Wartezeiten Immer Noch Als Familien-Freundlich Darstellen Liessen. 1961 Schliesslich Formte Sich Sein Traum, Als Er Erstmals Den Nardi Formel Junior Sah. Fortan War Er Nicht Mehr Zu Halten. Nachdem William Duckworth Seinen Traum Realisiert Hatte, Zog Sich Der Vision\u00e4r Mit 53 Jahren Aus Dem Rennzirkus Zur\u00fcck. Er Starb Im August 1991 Im Alter Von 79 Jahren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1486\" aria-describedby=\"caption-attachment-1486\" style=\"width: 283px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1486\" src=\"https:\/\/curbs-magazin.com\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-eberbacher-bergrennen-293x300.png\" alt=\"Stilechter Auftritt Eberbach 1965 mit Porsche Bulli-Renntransportern und Beach- und Formcar\" width=\"293\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-eberbacher-bergrennen-293x300.png 293w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-eberbacher-bergrennen-768x786.png 768w, https:\/\/slickpix.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/formel-vau-eberbacher-bergrennen.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1486\" class=\"wp-caption-text\">Stilechter Auftritt Eberbach 1965 mit Porsche Bulli-Renntransportern und Beach- und Formcar<\/figcaption><\/figure>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Renaissance der Formel Vau Als er seinen Firmensitz nach Jacksonville in Florida verlegte, machte er seine bisherige Telexadresse BRUMOS gleich zum &#8230; 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